Die PR-Abteilung von H&M ist gerade wahrscheinlich on fire ...

Jede Woche versammeln sich landesweit bis zu 30.000 Schüler auf den Straßen und protestieren unter dem Motto "Fridays For Future" gegen den Klimawandel, beim globalen Streik bekundeten sogar 1,4 Millionen Menschen friedlich ihre Sorge um die Zukunft der Erde. Verständlich, dass jemand wie H&M-Chef Karl-Johan Persson, da etwas schwitzige Hände bekommt, denn die Modeindustrie ist für zehn Prozent der globalen Treibhaus-Emissionen verantwortlich, verbraucht außerdem mehr Energie als Luft- und Schifffahrt zusammen.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur "Bloomberg" äußerte der Sohn des milliardenschweren H&M-Vorstands jetzt seine Kritik an der Klima-Bewegung. Es gehe zu viel darum, Dinge zu verbieten. Seine Sorge ist, dass das schlechte Image, wie es bereits Flugreisen haben, auch auf die Textilindustrie übergreifen könnte – und warnt vor einem Boykott. Derartige Bewegungen könnten zwar zu "kleinen Umweltauswirkungen" führen, "aber es wird schreckliche soziale Folgen haben", so der 44-Jährige.

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Neben der Klimapolitik dürfe man nicht alle anderen Probleme vergessen – beispielsweise sei die Verringerung der Armut ein ebenso wichtiges Thema. Man müsse zwar die Umweltbelastung reduzieren, gleichzeitig aber auch "Arbeitsplätze schaffen, eine bessere Gesundheitsversorgung erhalten und all die Dinge, die mit Wirtschaftswachstum einhergehen", so Persson. Wie praktisch, dass die Textilindustrie jedes Jahr gut Geld in die Wirtschaft spült.

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Bis 2040 will H&M Klimaneutralität erreichen. Zuletzt stand das Unternehmen aber nicht gerade wegen seiner Nachhaltigkeit in den Medien, beispielsweise lies es tonnenweise unverkaufte Waren aus Platzmangel verbrennen.

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Quelle: Noizz.de