Am Dienstag kommt der Turnschuh des Jahres raus!

Keine Ahnung, wie der einstige Schnarchladen namens BVG es geschafft hat, zusammen mit Adidas den größten Sneaker-Hype seit Langem zu kreieren. Aber irgendwie fühlt sich der Release so an, als käme ein neues iPhone raus!

[Mehr dazu: BVG und Adidas bringen limitierte Sneaker raus]

Falls du auch überlegt hast, dir die Teile zuzulegen, haben wir relativ schlechte Nachrichten für dich: Denn einfach in den Laden spazieren und sie kaufen, kannst du leider nicht.

Die Nachfrage ist riesig, die Stückzahl auf 500 limitiert. Etwa 300 Paare werden beim Berliner Sneakerstore Overkill verkauft, 200 im adidas Originals Flagship Store in der Münzstraße.

Wer die BVG-Sneakers haben möchte, braucht viel Zeit und Geduld. Die Läden haben Listen, in die sich alle Interessenten eintragen müssen. Wer sich als erster einträgt, wird Listenführer und bestimmt die Regeln.

Beim adidas Originals Store haben sich bereits 160 Personen registriert. Alle zwei Stunden muss man hier antanzen, wenn Listenführer Ali die Liste checkt. Wer dann nicht anwesend ist, fliegt raus.

Ali ist Ex-adidas-Mitarbeiter und Listen-Babo beim adidas Store Foto: Noizz.de
Fast 200 Menschen warten hinter dem adidas Store Foto: Noizz.de

Noch krasser ist es bei Overkill Berlin. Weil der Listenführer hier keine festen Zeiten nennt, campen 180 Menschen in der Kälte vor dem Store. Mal wird die Liste alle 30 Minuten, mal alle drei Stunden überprüft. Auch nachts.

Vor dem Overkill Store warten 180 Menschen auf die neuen BVG Sneakers Foto: Noizz.de

Manche Camper sind extra aus dem Ausland gekommen, verharren schon seit Tagen im Auto oder in Schlafsäcken auf der Straße.

Kacper A. (25) und Robert G. (23) kommen aus Warschau und möchten die Schuhe weiterverkaufen. Kacper: „Ich trage drei Pullis übereinander und werde einfach auf meinem Stuhl schlafen. Ich bin die Kälte gewöhnt, schließlich haben wir in Warschau gerade Minus zehn Grad.“

Kacper und Robert sind extra aus Warschau angereist Foto: Noizz.de

Joachim R. (54) ist Künstler und steht seit 7 Uhr morgens vor dem Overkill Store: „Ich mache das zum ersten Mal. Cool finde ich den Schuh nicht, aber ich möchte das Jahresticket haben. Hoffentlich bekomme ich noch Schuhe in meiner Größe, sonst habe ich ein Problem.“

Joachim möchte mit den Sneakers ein Jahr Bahn fahren Foto: Noizz.de

Andreas E. (33) kommt aus Leipzig und hat sich extra Urlaub genommen. "Ich möchte den Schuh für meine Sammlung haben. Zuhause werde ich ihn in meine Vitrine stellen."

Andreas hat sich extra Urlaub genommen Foto: Noizz.de

Vor den Stores haben einige Leute schon Freundschaft geschlossen. Nikita D. ist 16 und wird den Schuh für 850 Euro bei eBay weiterverkaufen. Nikita: „Ich bin ehrlich. Ich finde den Schuh hässlich. Aber es ist eine geile Kollabo! Hätte ich nicht gedacht, dass die BVG sowas macht.“

Overkill-Verkäufer Tobias: "Wir haben schon mit einem Hype gerechnet, aber nicht in dem Ausmaß. Einige Leute haben mir schon am Telefon Geld geboten, damit ich ihnen ein Paar zur Seite lege."

Das funktioniert zwar nicht - wer aber bereit ist tief in die Tasche zu greifen, kann die Schuhe ab Dienstag bei Ebay ersteigern. Dort werden die Schuhe schon jetzt zum teuren Re-Sale angeboten.

Bei Ebay werden die Schuhe zum vierfachen Preis angeboten Foto: Noizz.de

Quelle: Noizz.de