Ob sie sauber billiger wären?

Das Phänomen kennen wir bereits von T-Shirts, Pullis und Jeans: Sie werden so bearbeitet, dass sie gebraucht aussehen, verwaschen, löchrig, zerfetzt. Das Alte, Gebrauchte als besonders Wertvolles. Was so aussieht, als hätte es schon lange gelebt, gilt als besonders einzigartig. Und diese Uniqueness hat ihren (hohen) Preis.

Im Falle der neuen Gucci-Sneaker namens „Screener“ bedeutet das 690 Euro. Man habe sich, so lässt das italienische Modehaus verkünden, stilistisch an Turnschuhen der 70er Jahre orientiert. Und tatsächlich: In der Garage unserer Eltern dürfte sich noch das ein oder andere Paar Tennis-Treter befinden, das genau so aussieht: ausgelatscht, angeschmuddelt.

Kaufen wir uns also für teures Geld ein emotionales Polaroid-Foto aus allzu lang vergangener Zeit?

Die Sneaker leben natürlich auch vom Kontrast. Denn eigentlich stehen Luxus-Marken ja für Makellosigkeit. Man gibt viel Geld aus, damit alles stimmt: exquisite Schnitte, hochwertiges, lange haltbares Material, ordentliche Verarbeitung.

Quelle: Noizz.de