Ob Ariana Grande die Story wohl kennt?

Forever 21 macht in letzter Zeit vor allem Negativ-Schlagzeilen: erst die Klage von Ariana Grande, dann die Insolvenz. Auch die, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftigen Designs und nicht gerade umweltfreundliche Billig-Massenproduktion machen es nicht leichter, Tränen um den Fast-Fashion-Riesen zu vergießen. Die Gründungsstory hinter dem Billig-Label kann allerdings doch einige Sympathiepunkte abräumen.

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Forever 21 ist bis nämlich bis heute ein familiengeführtes Business, dass nach Informationen von "CNN Business" 1984 von südkoreanischen Immigranten in Los Angeles gegründet wurde. Das Gründer-Ehepaar Do Won Chang und Jin Sook begann seine ganz eigene Version des American Dream damals nach nur drei Jahren in den USA mit einem kleinen Laden in Highland Park, Kalifornien, wenige Minuten außerhalb von L.A. Bereits im ersten Jahr gelang es den beiden, mit nur diesem einen Laden – den es übrigens heute noch gibt – etwa 700.000 Dollar Gewinn zu erzielen.

Ihr Konzept weiteten die beiden nach dem Erfolg des ersten Ladens schließlich auf die Einkaufszentren der Vorstädte von Los Angeles aus. Mit günstiger, simpler Kleidung und einem schnell wechselndem Angebot gelang es den beiden, die Konkurrenz in den Schatten zu stellen und gerade junge Mädchen und Frauen zum Kauf zu bewegen. Man könnte sagen, das Ehepaar perfektionierte Fast Fashion.

Bis es so weit kam, lag allerdings noch viel Arbeit vor den beiden. Nachdem das Ehepaar 1981 in den USA ankam, jonglierte Do Won lange Zeit erst einmal mit drei Jobs gleichzeitig: als Hausmeister, Tankwart und in einem Café. Die Entscheidung, ins Einzelhandel-Business einzusteigen, kam Do Won laut "Vulcan Post" bei der Arbeit an der Benzinzapfsäule. Das Ehepaar investierte 11.000 Dollar des eigenen Ersparten in die Idee, aus der später Forever 21 werden sollte.

Eine Investition, die sich lohnen sollte: Das Unternehmen wuchs auf 600 Filialen in 57 Ländern mit über 30.000 Mitarbeitern an und ist heute 3.4 Milliarden US-Dollar wert. Man kann also zweifelsfrei behaupten, dass Do Won Chang und Jin Sook sich den klassischen amerikanischen Traum verwirklicht haben: zwei Einwanderer, die in die USA ziehen, um ein besseres Leben zu haben und es schaffen, sich von unten nach ganz oben zu arbeiten.

Ein Traum der sich nun allerdings in einen Albtraum zu verwandeln scheint ...

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Quelle: Noizz.de