Das Berliner "Riot Pant Project" macht Fashion für den Feminismus. Dafür spreizen die Gründerinnen Mina und Elan ihre Beine, denn zwischen ihren Hosenbeinen stehen feministische Statements gegen Manspreading.

Wenn Mina und Elena in der Berliner U-Bahn fahren wird das schnell zum politischen Statement. Denn die beiden besetzen gerne mal mit ihren weit geöffneten Beinen gleich mehrere Plätze. Das Phänomen ist eher untypisch für Frauen und es sind eher Männer, die für die ignorante Platz-Blockade bekannt sind. Genau an diese Herren richten sich Mina und Elena, denn im Gegensatz zu den Manspreadern offenbaren die zwei mit ihren gespreizten Beinen feministische Statements, die in den Schritt der Hosenbeine geschrieben sind.

Das "Riot Pant Project" der beiden ist ein Ergebnis einer Semesteraufgabe, denn die zwei Frauen studieren an der UDK und haben sich genauer mit typischen Körperhaltungen von Frauen und Männern auseinandergesetzt. Im Gespräch mit "Jetzt" erzählt Elena: "Männer schauen uns Frauen auf die Brüste, auf den Hintern, ins Gesicht, auf die Beine – aber nicht so wirklich in den Vulvabereich. Das ist stigmatisiert. Für viele ist es sehr ungewohnt, dort eine Botschaft zu lesen." Die Inszenierung erinnert außerdem an die berühmte Performance "Aktionshose: Genitalpanik" der Konzeptkünstlerin Valie Export, die durch eine Hose mit einem ausgeschnittenen Schritt-Bereich polarisierte und auf das stigmatisierte, weibliche Geschlecht aufmerksam machte.

Die Bilder von Elena Buscaino und Mina Bonakdar sind humorvoll und ernst zugleich, denn auf ihren Fotografieren inszenieren sie die Hose spielerisch, formulieren mit den Statements aber eine klare Message gegen das Patriarchat, die sie mir ihrer anstößigen, verpönten Gestik offen durch die BVG tragen und Männer zurück auf ihren Platz verweisen.

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Quelle: Noizz.de