Basketballer werden zu Fashion-Ikonen.

Es ist noch gar nicht lange her, da hatte die amerikanische Baketball-Liga NBA ein gewaltiges Image-Problem. Beim „Malice at the Palace“ im November 2004 prügelten sich Spieler und Fans während einer Partie. Die Ghetto-Herkunft vieler Spieler erhielt etwas zu sehr Einzug in die Hallen.

Als Konsequenz setzte NBA-Boss David Stern einen Dress-Code auf. Ab der Spielzeit 2005/06 waren die Spieler aufgefordert, in Business- /Casual-Kleidung zur NBA-Veranstaltungen zu erscheinen. Verboten waren ab sofort ärmellose Shirts, kurze Hosen, jegliche Mützen und Sonnenbrillen.

Anfangs gab es vor allem Kritik von Allen Iverson, der für seinen Hip-Hop-Style bekannt war. Er meinte: „Nur weil du einen Mann in einen Anzug steckst, machst du keinen guten Mann aus ihm.“ Mit der Zeit gewöhnte sich die Liga jedoch an die Regelung und begann sogar mit ihr zu spielen.

2016 musste die GQ zugeben: „Diese Jungs beschäftigen sich viel mit Mode. Sie sehen richtig gut aus und nicht wie ein Haufen 20-Jähriger, die sich wie 50-Jährige kleiden. Designer achten auf sie.“ Dwayne Wade war eine der ersten NBA-Fashion-Ikonen.

Aktuell kommt kaum jemand an Russell Westbrook heran. Zum Start der Playoffs am vergangenen Wochenende erschien der Überathlet etwa in einem hellblauen Anzug unter dem er kein Hemd trug, sondern nur seine durchtrainierten Brustmuskeln.

Ein gefundenes Fressen für den Instagram-Kanal „Style Like a Pro“. Dort werden die Outfits der Basketballer gerne in ihre Einzelteile zerlegt und mit Preisen versehen. Da trägt dann P.J. Tucker von den Houston Rockets mal Gucci im Wert von fünfeinhalbtausend Dollarn oder Kardashian-Ehemann Tristan Thompson Fendi für vier Riesen.

So ganz an den Dress-Code von 2005 scheinen sich nicht mehr alle zu halten. Doch Mode-Trends gehen bekanntlich mit der Zeit und da ist die NBA gerade mitten in der Gegenwart.

Quelle: Noizz.de