Friseure machen langsam wieder auf, um unsere Corona-Mähne zu bändigen, Kosmetikstudios tun es ihnen gleich. Nur Tattoo-Studios wurden von den Corona-Lockerungen zunächst ausgenommen. Das soll sich nun ändern.

Obwohl Kosmetikstudios nach neuen Corona-Lockerungen wieder öffnen dürfen – so lange sie keine Behandlungen im Gesichtsbereich machen – waren Tattoo Studios davon vorerst ausgenommen. Die sollten nach wie vor geschlossen bleiben. Das ließen sich zwei Betreiber eines Tattoo-Studios nicht gefallen und stellten einen Eilantrag gegen Corona-Beschränkungen vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht – mit Erfolg.

Auch Tattoostudios dürfen nun wieder öffnen

Die für Gesundheitsschutz zuständige 1. Kammer habe am Donnerstag einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz in Artikel 3 des Grundgesetzes festgestellt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Dem Tattoo-Studio darf das Tätowieren außerhalb des Gesichtsbereichs nicht untersagt werden.

Drache als Underboob-Tattoo? Kann man mal machen.

Die Covid-19-Bekämpfungsverordnung griff nach Ansicht des Verwaltungsgerichts in nicht gerechtfertigter Weise in die Berufsausübungsfreiheit der Antragssteller ein. Es gab demnach keinen sachlichen Grund, Tattoo-Studios anders zu behandeln als Kosmetik- oder Nagelstudios, die außerhalb des Gesichtsbereichs wieder tätig sein dürfen. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

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[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de