Bye Bye, weißer Totenkopf ...

Ich weiß noch den Tag, an dem ich all meine Skinny-Jeans in die unauffindbaren Tiefen meines Kleiderschranks verbannte. Seitdem lebe ich befreit. Meine Beine genießen in ihren Karotten-Karos und Mom-Jeans ein unbeschwertes Dasein. Ich kann mich wieder mitten im Raum in einen Schneidersitz plumpsen lassen und muss am Ende des Tages meine Hosen nicht mehr von meinem Körper schälen. Es ist toll.

Doch das Ende der Skinny-Jeans läutete ebenfalls das bevorstehende Ende der Mode-Marke ein, die sich auf den Vertrieb der Jeans-Röhren spezialisiert hatten: Cheap Monday.

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Eine Jeans von Cheap Monday zu tragen, war mal das ultimative Gütesiegel des eigenen Modegeschmacks. Wenn deine Hose nicht mindestens 50 Euro teuer war und von Cheap Monday kam, war sie keinen Kommentar wert. Für mich als heranwachsenden H&M-Klon war das stets ein wunder Punkt. Vielleicht wuchs die Marke gerade deswegen in meinen Augen zu einem Mythos des modischen Aufstiegs.

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Hätte mein 13-jähriges Ich doch bloß gewusst, dass eine Hose von Cheap Monday im Grunde genommen genau das war, was ich bereits besaß: eine Hose aus dem Hause H&M. Denn das 2004 gegründete schwedische Unternehmen von Örjan Andersson und Adam Friberg wurde 2008 von Hennes & Mauritz aufgekauft.

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Seit längerer Zeit schon gäbe es für die Marke Cheap Monday allerdings den Trend ins Negative, so ein Sprecher der „Hennes & Mauritz AB“. Deswegen würde die Marke jetzt eingestampft werden.

Obwohl Cheap Monday aus modischer Sicht modern geblieben sei und sich mit der Zeit ebenfalls von den Skinny Jeans verabschiedet habe, sei das Business-Modell der Marke einfach nicht mehr aktuell. Den Shift zum Online-Verkauf hat die Brand stark getroffen.

Ein trauriges und unspektakuläres Ende einer Mode-Ära, die mir die Avril Lavignes und Liam Gallaghers dieser Welt vermittelt hatten ...

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Quelle: Noizz.de