Nach Gucci, Burberry & Co. springt auch das französische Label auf den ethischen Zug auf.

Coco ohne Croco heißt es demnächst bei Chanel, denn die französische Luxusmarke will in Zukunft auf den Gebrauch exotischer Tierhäute und Pelze verzichten. Darunter sollen etwa Krokodil- und Rochenleder, Eidechsen- und Schlangenhaut fallen, auch Pelz möchte das Haus in Zukunft nicht mehr verarbeiten.

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Die renommierte Marke begründet ihre Entscheidung mit den fehlenden Ethik- und Qualitätsstandards in der Fell- und Lederbranche. In Zukunft wolle man sich auf die Verarbeitung von Leder konzentrieren, das als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie erzeugt wurde, außerdem solle das Know-How des Ateliers dafür sorgen, dass auch ohne exotische Ledermaterialien besondere High-End-Produkte geschaffen würden.

Das bekommt Chanel jetzt schon ziemlich gut hin, schließlich ist das Luxuslabel für aufwendige Tweet-Kostüme und auffällige Stickereien bekannt, die bis heute in Handarbeit in kleinen Familienunternehmen hergestellt werden – wirklich wehtun sollte der Marke der Wegfall der exotischen Materialien also eher nicht.

Im Gegenteil: Immer mehr Luxusmarken verzichten auf den Einsatz von Pelzen, wer nicht nachzieht, riskiert schlechte Publicity. Das italienische Label Armani stoppte den Pelzverkauf bereits 2016, Gucci 2017, im März dieses Jahres zogen auch Versace und Furla mit, Stella McCartney produziert seit Beginn tierfreundliche Mode. Auch Burberry sprang im September auf den Zug der Nachhaltigkeit auf.

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Quelle: Noizz.de