Selbst die uncoolsten Marken wie Crocs oder Skechers können unter den richtigen Umständen ein Comeback feiern. Doch welche Labels aus unserer Vergangenheit werden die Nächsten sein, die Rekord-Umsätze verbuchen können?

Crocs, Skechers, The North Face, Birkenstock – sie haben es alle schon geschafft. Marken, die schon vergessen geglaubt waren, wurden von Hypebeasts wiederentdeckt und wiederbelebt. Jetzt sind sie nicht mehr wegzudenken. Die Kreativen hinter Crocs und Co. haben erlebt, wovon viele Modeschöpfer*innen nur träumen können.

Birkenstock hat laut "Business of Fashion" 2017 dreimal so viel Umsatz gemacht wie im Vorjahr, auch Crocs kann einen solchen Anstieg verbuchen. Skechers hat es sogar so weit geschafft, eine entscheidende Rolle im Ugly-Sneaker-Trend zu spielen, wie "Highsnobiety" 2018 bereits berichtete. Andere Marken, wie Ed Hardy, stehen schon seit Jahren kurz vorm endgültigen Comeback – und sind dann doch ein bisschen zu ... naja ... Ed-Hardy-mäßig.

Fest steht: Selbst die uncoolsten Brands können jederzeit auf ein Comeback hoffen. Alles, was sie brauchen, ist eine hungrige Meute Hypebeasts. Die überprüfen mit ihrem niemals endenden Appetit auf neue, extreme Statement-Pieces nämlich jedes Label auf dessen Hype-barkeit.

Ist es möglich, die Zukunft vorauszusagen? Können wir schon jetzt wissen, welche Ugly-Marken die nächsten Opfer der Hypebeasts werden? Wir haben hier mal ein paar Vermutungen aufgestellt.

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#1: Camp David

Mein Fahrlehrer Holger rauchte vor jeder Fahrstunde eine Zigarette und danach zwei, redete gerne über seine erste heiße Freundin und trug leidenschaftlich Camp David. Mehr muss ich wohl nicht schreiben, um zu erklären, was Camp Davids übliches Kundenprofil ist. Genau deswegen hat das Label das Zeug dazu, die nächste Hype-Marke zu werden. Camp David ist eine Brand, die aktuell niemand im Dunstkreis der Fashion-Kenner*innen auf dem Schirm hat. Doch trotzdem: Sie greift den Westen-Look perfekt auf, den schon das Fashion-Magazin "Harper's Bazaar" als Trend 2020 vorausgesagte und gibt dem ganzen einen selbstironischen Twist. Zusammen mit einem Ugly-Sneaker deiner Wahl und einer Oversize-Schlaghose könnte der Look perfekt sein.

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#2: Kappa

Neben Reebok, Asics, Umbro und Puma hätte eigentlich jeder erwartet, dass auch Kappa von dem enormen Streetwear-Boom profitiert. Doch so ganz hat die Marke es noch nicht geschafft, sich einen Namen mit überhaupt irgendetwas zu machen.

Wie alle anderen hat es auch der italienische Sportartikelhersteller mit Ugly-Sneaker, Fischerhütten und Track-Suits probiert, ohne großen Erfolg. Höchstens Letzteres nahm etwas Fahrt auf, doch ein Trendsetter war Kappa selten. Dabei hat sie alle Voraussetzungen dafür: eine Streetwear-Marke mit coolem, eingängigen Logo, ein bisschen Ghetto, ein bisschen Proll – die perfekte Kombi, um von Hypebeasts bald wiederentdeckt zu werden, wie es mit Juicy Couture vor einigen Jahren der Fall war.

Die US-Brand war ebenfalls lange von der Bildfläche verschwunden, bis sie 2016 von Demna Gvasalia in eine Vetements-Kollektion inkludiert wurde. Danach ging es für das 00'er Label wieder aufwärts, 2017 erklärte es "Vogue" offiziell zum Trend. Nun hat Juicy Couture mit Kappa sogar eine Kollabo am Laufen – ob die Kollektion die italienische Marke vor der bevorstehenden Vergessenheit retten kann?

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#3: MPow Cheetah

Wir haben uns über In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer gewundert, uns dann herangetraut, sie für merkwürdig befunden, uns darüber lustig gemacht – und mittlerweile dann doch akzeptiert. Es fühlt sich ganz so an, als müsste hier nochmal ordentlich was aufgemischt werden. Wie wäre es mit Ugly-Bluetooth-In-Ears? Zum Beispiel die MPow Cheetahs. Eigentlich sollen die Kopfhörer praktisch sein; sie sind für Sportler*innen gedacht. Zusätzlich sind sie mit einem Kabel verbunden, noch nicht mal eine coole Charging-Box haben sie. Aber ganz ehrlich – irgendwie haben sie einen Swag, den Airpods schon längst verloren haben.

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#4: La Martina

In einer Reihe mit Camp David steht auch La Martina. Die argentinische Sportmarke ist zwar erst 35 Jahre alt, scheint aber schon eine halbe Ewigkeit in der Fashion-Welt etabliert zu sein. Über die Jahre ist sie zu einem Polo-Label für möchtegern-Reiche geworden, das trotzdem noch nicht die Rapper-Zielgruppe anspricht, wie zum Beispiel Ralph Lauren. Doch im Prinzip fühlt La Martina sich wie die perfekte Marke an, die Nutzen aus dem eleganten Vintage Trend ziehen könnte, der besonders im Sommer 2020 Fahrt aufgenommen hat. Wer sieht sich nicht heimlich in La Martinas feuerrotem Blazer und traut sich nur nicht, tatsächlich La Martina zu tragen? Vielleicht muss sich das bald mal ändern.

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#5: George Gina & Lucy

Als ich noch zur Schule gegangen bin, gab es eine alte Frauen-Boutique, die auf einem Tisch ganz links ihre "George Gina & Lucy"-Taschen ausstellte. Weil nur die coolsten Mädchen damals eine GGL-Tasche besaßen, hat es mich immer wieder in den Laden gezogen, mit dem sehnlichsten Wunsch, eine solches Teil zu besitzen. Irgendwo zwischen damals und heute verlor GGL seine Präsenz in meinem Leben. Erst 2017 hatte George Gina & Lucy es wieder kurz geschafft: Ihre Bauchtasche, die den Fanny-Pack-Trend perfekt aufgriff, hat George Gina & Lucy zurück in die Relevanz geholt – doch leider nicht dort gehalten. Viel zu schnell rutschte sie weiter in die Unbedeutsamkeit hinab.

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Dabei hat die Taschenmarke alles, was es für einen Hype braucht: einen leichten Hang zum Retro-Trash, sie schmiegt sich perfekt an den Utility-Trend an und wird auch auf Instagram ganz und gar nicht vernachlässigt. Ob sie es wohl zurück schafft?

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  • Quelle:
  • Noizz.de