Ja, Nachhaltigkeit ist ein ausgelutschtes Buzzword, aber nun mal ein verdammt Wichtiges – gerade in der Mode. Gute Nachrichten gibt's deshalb aus Great Britain: Burberry macht jetzt nämlich einen wichtigen Schritt in Sachen ... ihr wisst schon.

Pünktlich zum 50. Jubiläum des "Earthday" hat Traditionslabel Burberry eine neue Kollektion gedroppt, die unseren blauen Planeten schonen soll: "ReBurberry Edit" besteht aus wiederverwerteten Materialien und umweltfreundlichen Stoffen. Die neue Kollektion umfasst 26 Teile, darunter befindet sich natürlich der ikonische Burberry-Trenchcoat, außerdem gibts einige coole Capes, Parkas und Accessoires wie etwas Taschen und Sonnenbrillen. Alle Stücke sind aus wiederverwertbaren Materialien, Bio-Baumwolle und recycelten Stoffen hergestellt.

Aber das ist nicht die einzige Neuerung im Karo-Universum: Ein neueingeführtes pistaziengrünes Etikett soll ab jetzt schon beim Kauf Aufschluss über die Herstellung des Fashion-Pieres geben. Keine schlechte Idee, oder? Zweidrittel aller Burberry-Produkte würden mittlerweile übrigens schon einen "positiven sozialen oder ökologischen Beitrag" leisten, ließ die Kultmarke zum Launch der neuen Kollektion verlauten. Nice!

Burberry versucht auch sonst schon, einiges für das Klima zu tun

Das ist nicht die erste Klima-Offensive, die das britische Modehaus fährt: Letzten September hielt das Label seine erste Co2-neutrale Fashionshow ab. Und bis 2025 möchte das Unternehmen bei seinen Verpackungen komplett auf den Einsatz von Plastik verzichten. Die Einkaufstaschen der Brand werden zum Beispiel jetzt schon nicht mehr laminiert, was schon über 29 Tonnen Plastik eingespart haben soll. Seit 2018 verzichtet Burberry außerdem auf den Einsatz von Pelz.

Symbolbild: Bei Luxusbrand Burberry wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Pelz gibt es eh schon nicht mehr, dafür immer mehr umweltfreundliche Materialien.

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Warum ist es so wichtig, dass Luxusmarken Nachhaltigkeit vormachen?

Ganz einfach: In der Modewelt haben namhafte Marken wie Burberry, Chanel, Gucci oder Dior eine wahnsinnige Vorbildfunktion. Was diese Unternehmen tun, bestimmt den Markt und löst Trends aus. Was sie vormachen, machen High-Street-Marken wie H&M oder Zara gerne nach.

Nachhaltigkeit ist oft teurer als die umweltbelastendere Variante. Im Luxus-Preissegment ist sie deshalb natürlich auch viel einfacher umsetzbar, als bei einem Fünf-Euro-Shirt. Denn wer eh genug Geld besitzt, um in Luxusmarken zu investieren, der kann auch in "Fair Fashion" investieren. Das passiert aber nur, wenn die Verbraucher nicht nur den umweltbewussten Aspekt, sondern auch das Design und die Marke feiern – was bei treuen Burberry-KundInnen natürlich gegeben ist.

Ihr seht, Nachhaltigkeit muss nicht öko aussehen, #ReBurberry ist ein super Beispiel für luxuriöse, gut aussehende "grüne Mode", die vielleicht auch KundInnen anspricht, die bisher noch nicht so viel über das Thema nachgedacht haben. Hoffentlich schneiden sich viele Brands eine Scheibe davon ab – Mama Natur würde es freuen.

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Quelle: Noizz.de