Model und Schauspielerin Barbie Ferreira hat genug von Labels: In einem Interview über Body Positivity hat sie nun erklärt, warum sie den Begriff "Plus Size"-Model nicht länger hören möchte – und ihre Beweggründe sind mehr als einleuchtend.

Barbie Ferreira entspricht nicht dem Schönheitsideal, das uns jahrzehntelang von der Modeindustrie als "normal" eingetrichtert wurde: Ihre Kurven passen nicht in Größe 32 bis 34, ihr Körper entspricht nicht 90-60-90, sie trägt keine XXS. Deshalb wird sie als "Plus Size"-Model bezeichnet – ihre Figur wird damit schon in ihrer Berufsbezeichnung als größer als normal, als anders beschrieben. Davon hat die 23-Jährige genug. Gegenüber der britischen "Vogue" erklärte sie jetzt, dass sie es leid sei, ständig mit diesem Begriff bezeichnet zu werden – weil er automatisch dazu beitragen würde, dass alles, was nicht der klassischen Model-Norm entspricht, als abnormal wahrgenommen würde.

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Grenzt "Plus Size" aus?

Am Anfang ihrer Karriere hätte es gut getan, ein Label zu haben, um sich mit einer Community zu identifizieren, erklärt die US-Amerikanerin. "Hätten wir diese Label nicht gehabt, hätte ich mich sehr einsam gefühlt", beschreibt sie ihre Auseinandersetzung mit "Plus-Size". Doch nach einigen Jahren im Business habe sie dann doch gemerkt, dass dadurch sogenanntes "Othering" betrieben würde: Ein Prozess, der von Menschen angewandt wird, um sich selbst und sein soziales Image hervorzuheben, indem man Menschen mit anderen Merkmalen als andersartig oder "fremd" klassifiziert. In diesem Fall also von Models, deren Körper anders geformt sind, als die, der klassischen Victoria's-Secret-Engel. Damit könne sie nicht weiter umgehen.

Body Positivity ist mehr als eine Kleidergröße

In Zukunft wolle sie außerdem nicht mehr permanent auf das Thema Body Positivity angesprochen werden – denn das würde absolut nicht dazu beitragen, Diversity zu normalisieren: "Im Laufe der Jahre habe ich meine eigene Version von [Body Positivity] gefunden – es geht nicht mehr nur um die Größe, die man trägt", erklärt die Aktivistin. Vielmehr wolle sie das Gesamtkonzept von Figuren und Körpergrößen hinterfragen und die Fashion-Industrie aufrütteln. Mega, weiter so, Barbie!

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Quelle: Noizz.de