Tremaine Emory ist der Gründer der Hype-Streetwear-Brand "Denim Tears". Eigentlich sollte er eine Kollabo mit Converse starten. Doch weil er findet, dass Nike (zu denen Converse gehört) zu wenig für Schwarze tut, hat er den geplanten Chuck auf Eis gelegt – bis sich etwas in dem Unternehmen ändert.

Die weltweiten Proteste gegen Polizeigewalt und systematischen Rassismus beschäftigen auch die Modebranche: In den letzten Wochen haben sich viele Brands mit der #blacklivesmatter-Bewegung solidarisiert und NGOs unterstützt. Die Mega-Sportbrand Nike ist da keine Ausnahme. Das Unternehmen hat 40 Millionen US-Dollar an Organisationen gespendet, die sich für die Rechte Schwarzer einsetzen.

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"Denim Tears"-Gründer Tremaine Emory hat einen Chuck designt

Ein Move, den "Denim Tears"-Gründer Tremaine Emory als "sehr teures Pflaster" bezeichnet – von dem er aber nicht so viel hält. Denn ihm ist es wichtig, dass große Brands nicht nur Geld geben, sondern aktiv anfangen, ihre eigenen Unternehmensstrukturen auf Diskriminierung und Rassismus abzuklopfen.

Um das bei Nike anzustoßen, hat er jetzt zu einem drastischen Mittel gegriffen und eine Kollabo pausiert: Auf Instagram machte er eine seit einem Jahr geplante Zusammenarbeit mit Converse öffentlich: Für die Schuh-Brand hat er eine Version des klassischen Chuck-Taylor-Designs entworfen. Inspiriert ist der Sneaker von David Hammons legendärer "African-American Flag": Das Kunstwerk, das 1990 erstmals veröffentlicht wurde, ist eine US-Flagge, die statt rot-weißer Streifen rot-schwarze Streifen zeigt. Das sonst blau-weiße Sternenfeld ist grün-schwarz gehalten.

Der Designer fordert mehr Transparenz von Nike

Doch bevor er grünes Licht für die Schuhe gibt, will der Designer, dass die Brand einiges ändert. In seinem Post schreibt er, Nike müsse aufhören, die republikanische Partei zu unterstützen, solange Donald Trump deren Präsidentschaftskandidat sei. Er will außerdem, dass Nike veröffentlicht, wie viele BIPoc für die Marke arbeiten – und wie viele dieser Personen eine Führungsrolle innehaben. Er will auch wissen, wie viele Schwarze Athleten von der Marke unterstützt werden. Außerdem fordert er, dass Nike dabei helfen müsse, Polizeidienststellen im ganzen Land die Finanzierung zu entziehen.

The sneakers above are my upcoming collaboration with converse “ veil on a black coffin” The flag is inspired by Marcus Garvey & david Hammons. The coffin with the hammons/Garvey flag with the cotton wreath pictured on the box is a piece of art I created to give a proper burial to every single black person murdered since the first slave ship arrived in America till now. This collaboration can not come out under an organisation that is giving 40 million dollars as a very expensive bandaid imo. I need to see one the largest companies in human history that has made all of it billions through marketing products through mainly black athletes ( and poc’s in general) with said products made cool by the black youth and black entertainers. The same people who suffer everyday from white supremacy which is part of every facet of American society that @benandjerrys so powerfully stated like no other brand has in the world in the last week. What the people need from Nike and all these brands 1. To stop all support of the Republican Party whilst Donald trump is theIR candidate running this November. 2.we need to see publicly how many black employees at Nike are working at HQ & at satellite offices VERUS How many black athletes they sponsor from a high school team to @kingjames 3.how many black people have leadership roles at Nike. 4. We need to see Nike aid in the defunding and total reform of all the police departments across America that brutalise all people that they make all of their money from...AFRICAN AMERICANS...repost this if you think Nike and all company’s in America need to take these simple steps to finally change this country and freeing all people of color from the reign of institutionalised white supremacy . -Tremaine EMORY

Erst wenn das geschehe, würde er das Design freigeben. Ob er damit Erfolg hat? Dringend nötig wäre es, denn Nike ist eine der mächtigsten Brands der Welt. Immer wieder werden Schwarze Sportler*innen und Prominente als Testimonials benutzt, aber wie divers die firmeninternen Strukturen sind? Weiß niemand. Ob sich der Modehersteller auf den Deal einlässt, ist noch nicht bekannt.

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Quelle: Noizz.de