Es wird an allen Fronten zurückgerudert

Der „Balaclava Jumper“ aus dem Hause Gucci – ein schwarzer Rollkragenpulli, der bis zur Nase hochgezogen wird, den Mundbereich ausspart und diesen mit dickem, roten Rand versieht. Beim Luxuslabel fiel keinem auf, dass das anstößig sein könnte, das Netz rastete direkt aus und das Label entschuldigte sich umgehend.

Wer es noch mal nachlesen will: Wie rassistisch ist dieser Gucci-Pulli wirklich?

Nun schaltet sich Gucci-Boss Alessandro Michele in den Reue-Kanon mit ein. Er veröffentlichte einen Brief, in dem er sich an seine Kollegen wendet, sämtliche Verantwortung übernimmt und in aller Form entschuldigt. Teile des Briefes lesen sich wie folgt: „Die Tatsache, dass der Rollkragenpulli rassistische Bezüge hervorruft, steht im Gegensatz zu meinen Intentionen und verursacht in mir größten Kummer. Aber ich bin mir dessen bewusst, dass unsere Taten manchmal unbeabsichtigte Auswirkungen haben können. Es ist deshalb notwendig, die komplette Verantwortung für diese Auswirkungen zu übernehmen.“

Mit seinen „Intentionen“ spielt Michele darauf an, dass die betreffende Kollektion von Künstler Leigh Bowerys „Camouflage Art“ inspiriert sein sollte. Bowerys Kunst arbeitet sehr stark mit Colourblocking und markanten Linien und Gesichtern – allerdings weit von den rassistischen Seitenhieben, die Gucci in die Kollektion eingearbeitet hat. Sagt ehrlich gesagt auch einiges über ein solches Unternehmen aus und man fragt sich: Sind die Gehirne hier so vernebelt von den eigenen Entwürfen, dass man das Offensichtlichste nicht mehr erkennt? Zur Erinnerung noch mal das gute Stück zur Ansicht:

Veröffentlicht wurde der gesamte Brief vom amerikanischen Online-Mag Fashionista. Wer ihn in Gänze lesen möchte, wird dort fündig.

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Quelle: Noizz.de