Das Frühjahr wird unheimlich dynamisch.

Balenciaga – das Mode-Darling all jener, die Highfashion und Edgieness in ihrem Kleiderschrank haben wollen. Kante zeigt das Unternehmen auch regelmäßig mit der Präsentation ihrer Kollektionen: In der Vergangenheit wurden vom französischen Modehaus immer wieder Filmemacher für Werbeclips rangeholt, die ausweislich nichts mit der Modebranche zu tun haben. Einer von ihnen: Yilmaz Sen.

Der in Kopenhagen lebende Filmkünstler arbeitet seit diesem Jahr mit Balenciaga zusammen. Vorher machte er vor allem Filmchen, die optisch super im Sims-Universum anzusiedeln sind. Ähnliches kreierte Sen nun für die Frühlingskollektion von Balenciaga – nur in viel unheimlicher.

Beinahe bewegungslos schauen einen die Figuren an – ihre Gesichter sind eher Avatare, ihr Blick eher leer als trotzig. Um sie herum ist nicht viel Spannendes: Irgendeine Ecke, die es in wohl jeder Stadt geben könnte. Die Figuren fangen an sich zu verändern: Drehen sich wie Schrauben ein, lassen ihre Arme, Schulter oder Beine auf anatomisch fragwürdige Weise wachsen und schauen dabei immer noch unbeeindruckt in die Kamera.

Das Ganze wirkt ziemlich schaurig – was genau Sens Ziel war. Im Vogue-Interview erklärt er, dass er etwas schaffen wollte, was dem Zusehenden unangenehm ist. Auf seiner Website erklärt er einführend: "Meine Intention war es, die anatomischen Grenzen des menschlichen Körpers zu erkunden."

Achso: Um Mode gehts irgendwie auch. Alle Models tragen natürlich Balenciaga, während sie sich deformieren.

Quelle: Noizz.de