Karen Parkin hatte im vergangenen Jahr eine Äußerung geleistet, für die sie jetzt ihren Posten im Adidas-Vorstand niederlegen muss: Damals hatte die Britin Rassismusdebatten schlicht als "Lärm" abgetan, über den ja nur in den USA diskutiert werden würde.

Ach Karen! Die Adidas-Personalchefin Karen Parkin wird ihrem Namen echt gerecht: Die 55-Jährige hat bekannt gegeben, Adidas nach 23 Jahren zu verlassen – wegen anhaltender Rassismusvorwürfe.

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Ein Adidas-Store in New York.

Rassismus bloß "Lärm" – okay, Karen

Eine Gruppe von US-Mitarbeiter*innen hatte sich laut eines Berichts des "Wall Street Journal" über sie beschwert. Parkin hätte im vergangenen Jahr bei einer internen Veranstaltung der US-Tochter Reebok Rassismus als "Lärm" abgetan, über den nur in den USA diskutiert werde. Sie hat im Zuge der Veranstaltung außerdem gesagt, sie glaube nicht, dass das Drei-Streifen-Unternehmen ein Rassismusproblem habe.

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Das Vorstandsmitglied entschuldigte sich später für die Aussage, das reichte den Belegschaftsvertreter*innen aber nicht. Sie forderten eine Untersuchung der Angelegenheit.

Dass das dem Image der eh schon angegriffenen Brand nicht guttut, weiß Karen Parkin wohl selbst – sie gab nun ihren Rücktritt bekannt. "Um das Unternehmen zu einen, ist es besser, wenn ich mich zurückziehe und den Weg für einen Wandel bereite", begründete die Personalchefin ihre Entscheidung.

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  • Quelle:
  • Noizz.de