Spoiler: The Millenium is here to stay!

Willkommen im Epizentrum der urbanen Hipness! Diese beiden Ausstellungen der Berliner Fashion Week haben sich dem sportlichen Streetstyle verschrieben: Während die SEEK all jene Urban Explorers einfangen will, die „trotz Normcore-Mentalität Individualität bewahren“ geht es bei der BRIGHT vor allem um Streetwear, Skateboarding und Boardsport.

Wir haben uns für dich durch knapp 500 Marken gewühlt, literweise Mate getrunken und uns die Schuhe putzen lassen.

Hier sind die 7 wichtigsten Erkenntnisse von der BRIGHT und SEEK in der Arena Berlin:

Sneaker sind das neue Luxusprodukt

Pflege ist alles bei Jason Markk Foto: Laura Aha / Noizz.de

Spätestens seit dem BVG-Sneaker-Coup (NOIZZ berichtete) wahrscheinlich nicht die bahnbrechendste Erkenntnis. Trotzdem ziemlich eindrucksvoll, dass es anscheinend eine ganze Industrie gibt, die sich nur mit der Reinigung und Pflege der begehrten Treter beschäftigt. „Wer bereit ist 200€ für seine Sneaker auszugeben, der sollte sie auch ordentlich pflegen", findet Lino von Jason Markk. Der Sneaker ist das Fashion-Statement der Stunde. Und eine Runde Schuhe putzen gab’s für uns gratis dazu.

Socken sind (fast) genauso wichtig wie die Sneaker

Anything Goes bei Happy Socks Foto: Laura Aha / Noizz.de

Je bunter desto besser! Neben den Klassikern mit Punkten, Streifen und Leoparden-Muster gibt’s die Socken auf der SEEK jetzt auch mit Kätzchen, Kakteen und im Andy Warhol-Look. „Wir waren vor 10 Jahren eine der ersten Sockenmarken, die dieses bunte Design gemacht haben“, erzählt Kerim von der schwedischen Sockenmarke Happy Socks.

Für ihn sind Socken ein Design-Item. Neu im Sortiment: Hamburger-Motive und Comicfiguren. Tragen kann man die Unisex-Socke laut Experten zu jedem Schuh. Er selbst bleibt beim Klassiker: Blaue Socken mit bunten Punkten.

Lustige Comicprints gehen immer

Comicprints are never gonna die! Foto: Laura Aha / Noizz.de

Ebenso bunt wie die Strümpfe dürfen auch die Shirts, Caps und Rucksäcke sein. Der Comic-Print wird in der Skateszene wohl niemals aussterben. Aber warum auch?

Feminismus ist auch in der Skateszene angekommen – yay!

Endlich sagt's mal jemand – Girls Are awesome! Foto: Laura Aha / Noizz.de

Girls Are Awesome! Und weil das so ist, hat die BRIGHT unter diesem Motto eine ganze Ecke nur den weiblichen Künstlerinnen der Skate-Szene freigeräumt. Mit Board Designs, graphischen Drucken und Malerei zeigen Künstlerinnen wie Ariel Wilson, Ellie Andrews und Lori D. ihre Interpretation der Skate-Szene. Auf einer doch eher von Männern dominierten Messe ein ziemlicher cooler Move!

Das Klebe-Tatoo ist zurück!

Nicht nur für Unentschlossene: Das Klebetatoo Foto: Laura Aha / Noizz.de

Du willst schon ewig ein Tatoo, kannst dich aber nicht entscheiden? So ging es der Gründerin von Mauviette auch. Also bat sie befreundete Tätowierer ihr Motive zu malen und ließ sie als Klebetattoos produzieren. Für den Partyspaß ohne Reue! Das Plus: Authentisch sehen sie auch aus.

Der 90s- und Millenium-Trend ist noch lange nicht vorbei

Als wären sie nie weggewesen ... Foto: Laura Aha / Noizz.de

Spätestens seit der "Dandy Diary" Millenium-Party (NOIZZ berichtete) ist klar: Die Nullerjahre sind zurück und gekommen, um zu bleiben. Marken wie FUBU und FILA stehen mit ihren Jogginganzügen so selbstverständlich auf der SEEK herum, als wären sie nie weggewesen.

Daunenjacke 4 Life Foto: Laura Aha / Noizz.de

Falls du deine Daunen-Wendejacke aus den 90er noch im Keller hast, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt sie wieder rauszukramen. Denn auch Helly Hansen ist offiziell wieder cool! Zum Trost für alle Modebewussten, die ihre Jacken damals nicht vor der Altkleidersammlung bewahrt haben: Die Wendejacke wird auch wieder neu aufgelegt.

Nachhaltigkeit wird auch in der Streetwear immer wichtiger

Designerin Farrah Flyod Foto: Laura Aha / Noizz.de

Die grünen Symbolschilder über bestimmten Ständen machen es deutlich: Nicht nur auf der Ethical Fashion Week (NOIZZ berichtete) wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. Die in Berlin ansässige Designerin Farrah Floyd hat sich mit ihrem Label einer Zero-Waste-Philosophie verschrieben. Alle ihre Kleider und Shirts sind aus rechteckigen Stoffstücken zusammengenäht. Dadurch entsteht kein Verschnitt und kein Stück Stoff wird verschwendet. Ziemlich clever!

Quelle: Noizz.de