Die Moderatoren der Hochzeitssendung sorgten für einen Eklat.

Drei Milliarden Fernsehzuschauer sahen weltweit die Traumhochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle. Auch in Deutschland wurde die "Royal Wedding" begeistert gefeiert und vor dem Fernseher verfolgt.

Auch der öffentlich-rechtliche TV-Sender ZDF übertrug wie üblich die Hochzeit. Doch in einigen Medien und sozialen Netzwerken wurde die Umgangsweise und der Sprachgebrauch der ZDF-Moderatoren über die afroamerikanische Herkunft der Braut aufgrund folgender Aussagen kritisiert:

"Ist die Queen da so großzügig und sagt: 'Die beiden werden ja niemals König und Königin, da können wir uns auch mal so ein exotisches Paar leisten', ich sag es mal so salopp", sagte ZDF-Moderator Norbert Lehmann im Rahmen der Berichterstattung zur Royal Wedding.

"Jetzt halt dieses bunt gemischte Paar, das ist ein großer Zugewinn", so Adelsexpertin Julia Melchior.

Gala-Unterhaltungschefin Luise Wackerl: "Ich habe auch das Gefühl, dass die Queen bei Meghan ein Auge zudrückt."

Nun hat das ZDF die Rassismus-Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Der Sender in Mainz teilte mit, dass einige Formulierungen der Sendung auch im eigenen Haus selbstkritisch diskutiert worden seien.

Das ZDF betonte, grundsätzlich sei es journalistisch angemessen gewesen, auch die Frage von Meghan Markles Herkunft in den Gesprächen mit Experten zu beleuchten.

Wünschenswert wäre es laut ZDF gewesen, in der Sendung einem Repräsentanten der schwarzen Gemeinschaft in Großbritannien noch mehr Raum zu geben.

Meghan Markle als "Schaum in Weiß"

Auch der Hersteller der "Dickmann's Schokoküsse" erntete mit seinem Beitrag zur Hochzeit einen Shitstorm. Auf Facebook veröffentlichte das Unternehmen ein Foto der Werbefigur Dickie mit dem Slogan "Ein Schaum in Weiß". Darauf zu sehen ist ein brauner Schokokuss und im Kommentar steht: "Was guckt ihr denn so...wollt ihr heute etwa nicht auch Meghan sein?"

Quelle: Noizz.de