Wie Netflix – nur ohne Sex, Drogen und Diskriminierung.

Kein Sex vor der Ehe. Keine Drogen. Keine Sünden. Doch mit was der liebe Gott wohl einverstanden ist, ist Bingewatching. Dabei ist das doch eigentlich eine Sucht – und ist nicht Sucht auch so etwas wie Sünde? Yolo, hat sich der christliche Familiensender Bibel TV gedacht und einen eigenen Streamingdienst namens Yesflix gegründet. Das Motto lautet "Das Gute sehen" – und damit meint der Anbieter Filme und Serien wie "Silberglöckchen", "Sommerschnee", "Pastor White" und "Einsam bin ich nicht allein".

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Die Auswahlmöglichkeit wirkt auf den ersten Blick überschaubar. Filme und Serien sind in die Kategorien Familie, Komödie, Dokumentation, Romanze und Drama unterteilt. Mit dabei ist unter anderem die Serie "Cedar Love" mit Andie MacDowell, aber auch der Film "Speak" mit Kristen Stewart. Drogendealer wie in "Breaking Bad", oder Verschwörungstheorien wie in "Black Mirror" sucht man allerdings vergebens. Alles dreht sich um Glaube, Glück und Liebe – bei einer monatlichen Gebühr von 7,99 Euro.

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Doch lohnt sich der neue Streamingdienst? Er bietet eine weitere Auswahlmöglichkeiten an Filme und Serien, die es so nicht bei Netflix gibt – oder sich schlecht finden lässt. Bei Netflix sind die Genres unübersichtlich. Wer eine bestimmte Kategorie aufrufen möchte, muss erst einen Link im Browser aufrufen und einen dazugehörigen Zahlencode eingeben. Jeder Code steht für ein Genre. Bei Animefilmen wäre das beispielsweise "netflix.com/browse/7424/", bei Baseballfilmen "netflix.com/browse/12339/". Dabei ist zu bemerken, dass es laut "Business-Punk" bei der riesigen Auswahl an Genres keine Kategorie für Glaube oder Religion gibt.

Vielleicht hat "Yesflix" damit eine Genrelücke für sich entdeckt.

Quelle: Noizz.de