Zweiter Schauspieljob für den Rapper nach „Nur Gott kann mich richten“.

Endlich mal keine Hipster Regisseure, die frisch von der Filmhochschule kommen und uns mit irgendwelchen Indie-Techno Streifen langweilen: Die beiden Deutschkurden Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan mischen den Independent Film mit einer guten Portion Street-Cred auf – und das mit Erfolg.

Ihr Streifen „Familiye“ läuft am 3. Mai in den deutschen Kinos an. Die Weltpremiere fand aber bereits im September 2017 auf dem Internationalem Filmfest Oldenburg statt. Damals schon gewann der Film den German Independence Award, sowie die Herzen seines Publikums.

Mit Mitspielern aus „Nur Gott kann mich richten“, wie Moritz Bleibtreu als Co-Produzent und Xatar als Schauspieler, hat sich der Film wichtige Unterstützung geangelt.

„Xatar hat (den Film) promotet, ohne ihn wäre es nicht in diese Richtung gegangen“ erzählt Regisseur Kubilay Sarikaya dem Filmfestspezial Magazin.

Xatar selbst verbrachte 3 Jahre hinter Gittern wegen eines Goldüberfalls. Da sich der Film genau darum dreht, passte die Rolle perfekt zu ihm: Sich auf der Straße durchschlagen auf mehr oder weniger legale Art.

Authentizität ist den beiden Filmemachern generell ein Anliegen gewesen. Sie wollen nicht das Image des deutschen Gangsters unterstützen. „Wir arbeiten gegen Klischees. Obwohl wir sie auch benutzen... aber nicht so krass“, so Sarikaya. Deswegen ließen die beiden Regisseure auch die Vergangenheit ihrer Laienschauspieler in die Rollen miteinfließen.

„Wir zeigen etwas, wo du die Ethik und Herkunft nicht genau zuordnen kannst“, sagt Sarikaya, und ist sichtlich stolz auf sein seit acht Jahren entstehendes Werk.

Quelle: Noizz.de