Die Netflix-Verfilmung heizt die Whitewashing-Debatte weiter an ...

Aus schwarzhaarig wird blond, aus Japan wird USA. Schon wieder tobt eine Debatte darum, ob das okay ist. „Whitewashing” nennt sich der Vorwurf. Anlass der neueren Diskussion ist die Netflix-Verfilmung des Kult-Mangas „Death Note”.

In „Death Note” geht es um ein mysteriöses Buch, das der junge Student Light findet. Wenn ein Name dort hineingeschrieben wird, stirbt derjenige. Light benutzt es, um Verbrecher umzubringen. Das wird nun von Netflix auf den US-Markt zugeschnitten verfilmt.

Im Original-Version von Death Note gibt es nur japanische Protagonisten. Die Netflix-Verfilmung versetzt das Setting nun in die USA nach Seattle und ersetzt den kompletten Cast durch westliche Charaktere.

Der nun blonde Light aus Death Note Foto: Screenshot / youtube.com Netflix US&Canada

Wie schon bei Ghost in the Shell stören sich einige Zuschauer nun daran. Der Vorwurf: „Whitewashing”, zu deutsch: weißwaschen. Sie finden, es sei eine Abwertung von Menschen, die nicht-westlich aussehen, und fordern mehr Heterogenität in den Filmen. Außerdem ärgern sie sich, dass suggeriert wird, dass nur Filme mit westlich aussehenden Schauspielern erfolgreich seien sollen.

Und so gab es einige sehr negative Reaktionen auf Twitter zu der „amerikanischen” Death-Note-Version.

Doch während für Ghost in the Shell der Vorwurf des Whitewashing definitiv zutrifft, ist das bei Death Note umstritten. Menschen die den Film verteidigen betonen, dass die Handlung eben komplett in die USA verlegt wurde und es daher okay sei, dann mit amerikanischen Schauspielern zu arbeiten.

Trotz der etwas makaberen Handlung von Death Note, hat der der Manga Kultstatus erreicht. Laut einer Umfrage des japanischen Kulturministeriums zählt Death Note zu den zehn besten Mangas aller Zeiten. Es soll mehr als 30 Millionen verkaufte Exemplare der 12- bändigen Manga-Serie geben.

Quelle: Noizz.de