Zinnowitz trifft auf Kansas City, Rock auf Funk, bunt tätowierte Haut auf weißes Kapitäns-Outfit: „Jennifer Rostock“-Frontfrau Jennifer Weist (32) traf jetzt in Berlin auf die amerikanische Soul-Funk-Ikone Janelle Monáe (33). Die queer-Feministin hatte zusammen mit Belvedere Vodka unter dem Motto „A Beautiful Future“ zum Lunch ins Restaurant „Grace“ im „Hotel Zoo Berlin" geladen.

Bei allen Unterschieden der beiden Stimmwunder in punkto Optik, Herkunft und Stil: Beim Thema Chancengleichheit ziehen sie an einem Strang!

Jennifer: „Janelle Monáe ist eine wahnsinnig inspirierende Frau! Ich bin ganz begeistert, ihre Ideen über FEMpowerment und generell ihre Version einer schönen Zukunft zu erfahren.“

Janelle Monáe war für den Grammy nominiert, tanzt und schauspielert. Ihre wichtigste Rolle sieht sie jedoch darin, sich mit ihrer Stimme und ihren Ideen für Chancengleichheit für Frauen einzusetzen. Quelle: Urbanruths

Bei Lachs, Avocadosalat und sommerlichen Drinks wie Belvedere Spritz diskutierten die beiden mit Dutzenden geladenen Gästen über Chancengleichheit und soziales Engagement. Perfektes Thema für Weist, die durch energiegeladene Bühnenshows, starke politische Statements und nicht zuletzt ihren durchtätowierten Körper zeigt: Kreativität ist Macht. Und jeder sollte die Freiheit haben, sich so auszudrücken, wie er/sie es möchte!

„Ich bewundere alle Frauen, die sich von vermeintlichen Schönheitsidealen und dem hohen Druck durch soziale Medien freimachen und sich nur darum kümmern, was sie selber von ihrem Leben erwarten", so Jennifer. „Denn die einzige Person, der du es wirklich recht machen solltest, bist du selber! Du bestimmst dein eigenes Schönheitsideal oder in welche Richtung du beruflich gehen willst. Dein Konzept von Liebe oder dem Leben allgemein muss nicht irgendwelchen sozialen Standards entsprechen!“

Janelle: „Ich liebe starke Frauen wie Michelle Obama, Beyoncé, Rihanna oder auch das aufstrebende Talent Lizzo – eine Rapperin, die sich Themen wie Body Positivity, Selbstliebe und Black Empowerment auf die Fahnen geschrieben hat. Zudem bewundere ich facettenreiche Geschäftsfrauen mit Visionen. Sie sind ein echter Mehrwert für diese Gesellschaft!“

Haben die beiden Powerfrauen denn auch EINE bestimmte Superpower, auf die sie stolz sind?

Janelle: „Meine Superpower ist Verletzlichkeit. Denn wenn ich meine Verletzlichkeit zeige, erlaubt das den Leuten um mich herum, sich auch verletzlich zu geben. So lassen sich ehrliche Gespräche voller Empathie führen. Empathie wiederum führt uns zu gegenseitiger Liebe und das vereint.“ Und Jennifer ergänzt: „Unsere menschliche Superpower besteht darin, unsere Taten zu reflektieren, uns Fehler einzugestehen und aus ihnen zu lernen, um eine bessere Zukunft für uns alle zu schaffen. Wir alle haben die Kraft, die Veränderung zu sein, die wir uns für die Welt wünschen.“

Was sich Jennifer Weist für die Zukunft wünscht? Dass wir alle die Veränderung sind, die wir in anderen sehen wollen. Quelle: Franziska Krug

Ehrengast Janelle Monáe, die auf dem Belvedere-Lunch eine gemeinsame Limited-Edition-Flasche des polnischen Edel-Vodkas präsentierte, war ganz begeistert von all den Powerfrauen um sie herum. Sie selbst engagiert sich im Projekt „Fem the Future“ für Chancengleichheit von kreativen Frauen in Musik, Kunst und Bildung. Während Influencerin Wana Limar moderierend durch den Lunch führte, freute sich „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse in ihrer Rede über die vielen verschiedenen Nationalitäten auf dem Event, rief dazu auf, Vielfalt zu feiern.

Gebannt im Publikum lauschten u.a. Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, die Models Toni Garrn, Toni Dreher-Adenuga und Influencerin Farina Opoku aka Novalanalove, die direkt neben Janelle Monáe saß.

Ehrengast Janelle Monáe (Mitte) im Gespräch mit der Moderatorin des Events, Wana Limar (re.). Links neben Monaé lauscht Influencerin Novalanalove. Quelle: Urbanruths

„Influencer" – finden sich Weist und Monáe in diesem Begriff wieder?

„Nur die Zukunft wird zeigen, ob ich tatsächlich eine Influencerin bin und ob meine Ideen auf andere abfärben", erklärt Janelle. Und genau das hält auch Jennifer für die wahre Aufgabe eines Influencers. Jennifer: „Influencer zu sein sollte bedeuten, Menschen über wirklich wichtige Themen aufzuklären. Mit großer Macht kommt große Verantwortung! Ich möchte, dass auch die Stimmen der Menschen gehört werden, die nicht das Privileg haben, dass so viele Follower ihnen zuhören. Ich möchte, dass wir alle über unseren Tellerrand hinausschauen, um zu verstehen, dass es notwendig ist für andere zu kämpfen, auch wenn wir selber vielleicht nicht immer von dem Problem betroffen sind. Die globale Erwärmung, die derzeitige politische Situation oder das geschlechtsspezifische Lohngefälle sollten wichtiger sein als eine neue Fashion-Kollektion.“

Quelle: Axel Springer Brand Studio