.. Jodie Foster, Michael J. Fox und 1500 andere waren dabei

Die Oscars; das bedeutet vor allem eins: Party, Party, Party. Denn neben den Awards steht bei der Veranstaltung insbesondere sich selbst feiern, hoch auf der Agenda.Ganz groß mischt bei den Partys jedes Jahr die Talentagentur „United Talent Agency” (UTA) mit. Sie gilt als eine der bedeutendsten Künstleragenturen der Welt, mit Promis wie Daniel Radcliffe, Benedict Cumberbatch, Gwyneth Paltrow, Susan Sarandon, Steh Rogan,...

Doch 2017 ist alles anders. Erstmals hat die Agentur ihre Party abgesagt und satt dessen eine Demo organisiert! Die fand in Beverly Hills unter dem Titel „United Voices” (Vereinte Stimmen) statt. Vor allem Jodie Foster gab bei der „United Voices” - Veranstaltung eine Ansage zum besten, die ziemlich alle umhaute. Dazu gleich mehr.

Die Demo der Künstler in Beverly Hills Foto: Ian West/PA Wire / dpa picture alliance

Warum die Demo?

Um „die wachsende Sorge unserer kreativen Gemeinschaft mit den Anti-Einwanderer Ressentiments in den Vereinigten Staaten auszudrücken”, so die Künstleragentur in einer Pressemitteilung. Gemeint ist damit natürlich Trumps Politik. Der hatte nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt gleich eine Einreisesperre für viele Menschen aus überwiegend muslimischen Ländern eingeführt (mittlerweile gekippt ) und außerdem angekündigt eine Mauer nach Mexiko zu bauen, damit niemand mehr illegal einreisen kann.

Wer war alles da?

Obwohl sich Hollywood sonst politisch eher zurückhält, kamen 'ne Menge Menschen zu der Veranstaltung: über 1.500 Teilnehmer erschienen, neben Schauspielerin Jodie Foster auch Michael J. Fox. Der iranische Regisseur Asghar Farhadi wurde per Video zugeschaltet. Er boykottiert die Oscar-Verleihung wegen Trumps Einreisesperren, obwohl er für den besten nicht-englischsprachigen Film nominiert ist.

Jodie Fosters Rede:

„Das hier ist eine großartige Idee!”, rief sei die Schauspielerin Jodie Foster voller Enthusiasmus den Demonstranten auf den Straßen Beverly Hills zu. „Das ist genau der richtige Weg um unsere Industrie zu feiern. Zu feiern, dass es euch alle gibt, zu feiern, wie wir uns als Künstler ausdrücken können und zu feiern, dass wir uns für die Menschlichkeit einsetzen – auf der Leinwand und im echten Leben!”, sagte Foster. Die Zuhörer begannen da schon ziemlich enthusiastisch zu klatschen, das zeigt ein Video des ziemlich starken Auftritts der Schauspielerin.

Doch bei diesem Apell an die Künstler blieb es nicht. Die zweimalige Oscar-Gewinnerin Foster forderte auch dazu auf, sich aktiv einzumischen: „Es ist egal, wo du geboren bist, egal was du gewählt hast, ob du weiß, schwarz oder braun bist, oder ein der anderen vielen Hautfarben hast, das ist unsere Zeit, Widerstand zu üben!”, sagte Foster.

„Wir müssen jetzt aufstehen und Antworten fordern! Wir müssen jetzt unseren Abgeordneten sagen: ‚Macht euren Job!’ Das weiße Haus ist unser Haus, das Haus der Bürger!”, rief sie voller Inbrunst.

Bei diesen deutlichen Worten, konnten die Demo-Teilnehmer fast nicht mehr aufhören zu applaudieren.

In einem Brief hatte sich der UTA-Geschäftsführer Jeremy Zimmer zuvor bereits an seine Mitarbeiter gewandt: „Wenn unser Land damit aufhört der Platz zu sein, an den Künstler aus aller Welt kommen können um sich frei auszudrücken, dann hören wir meiner Meinung nach auf, Amerika zu sein”, schrieb er.

Die ziemlich große Party-Budget der United Talents Agency Feier soll nun an zwei Nichtregierungsorganisationen gespendet werden: Ganze 250.000 Dollar! Die gehen zu gleichen Teilen an eine Flüchtlingshilfsorganisation und eine Stiftung, die sich für Bürgerrechte einsetzt.

Quelle: Noizz.de