Binden fliegen wie Fuffis durch den Club.

Lachskaviar ist ein Alltagsbedarf, Binden und Tampons sind allerdings klassifiziert als Luxusartikel mit einer Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Mal ganz davon abgesehen, dass Menstruation an sich schon ein zu Unrecht totgeschwiegenes Tabu-Thema ist, ist diese Versteuerung alleine schon diskriminierend, argumentieren viele – so auch Komikerin Carolin Kebekus. Die hat jetzt einen Song namens "Viva la Menstruation" rausgehauen und versucht darin, mal ganz offen mit der Periode umzugehen.

Im Song hört sich Kebekus an wie die weibliche Version von Rammstein. Das Musikvideo dazu ist eine blutverschmierte Zelebration von Hardcore-Weiblichkeit. Behälter mit Aufdruck "Ersatzflüssigkeit" werden gegen die Wand geschmissen und Binden fliegen wie Fuffis durch den Club.

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Das singt Kebekus in ihrem Song und macht sich so darüber lustig, dass die Menschheit immer wieder versucht, Euphemismen für etwas zu finden, das eigentlich ganz normal ist. "Viva la Menstruation" feiert, dass man die Periode nicht als Geheimnis behandeln muss, sondern das auch mal ganz offen sagen kann: Ja, ich habe meine Tage. "Wir bluten, seht her", heißt es im Lied weiter.

Die Luxus-Steuer auf Binden und Tampons wird momentan im Bundestag diskutiert. Das hat Kebekus zum Anlass genommen, die Menstruations-Hymne zu veröffentlichen. Sie klärt in einem Instagram-Post auch darüber auf, dass in manchen Entwicklungsländern der Beginn einer Periode bei einer Frau Konsequenzen für ihre Bildung hat, da sie während ihrer Tage zuhause bleiben soll und somit Inhalte verpasst.

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Quelle: Noizz.de