Videospiel-Sucht ist jetzt eine offizielle Krankheit

Florian Gehm

Politik, Rap und Games
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Wenn gelegentliches Zocken zur Sucht wird Foto: Ugur Akdemir / unsplash.com

Weltgesundheitsorganisation erkennt "Gaming Disorder" an!

Wenn aus gelegentlichem Daddeln am Rechner ein unstillbares Verlangen wird, droht das Abdriften in die Sucht nach Videospielen! Jeder 12. Junge in Deutschland soll süchtig nach Games sein. Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert – und nimmt die Sucht nach Videospielen in ihren Katalog psychischer Krankheiten auf!

Das bestätigte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Der Katalog wird im Juni neu aufgelegt – ab dann können sich etwa nationale Gesundheitsbehörden oder Versicherungen darauf berufen.

Doch wie sieht das Krankheitsbild aus? Studenlanges Zocken ist fällt noch nicht unter den Begriff "Gaming Disorder". Mit dem Krankheitsbild sind Menschen gemeint, deren Leben durch die Sucht nachhaltig verändert wird und die nicht aufgeben können.

"Diese Sucht beeinträchtigt auch körperliche Funktionen", sagte Tedros. Er nannte etwa das Augenlicht und die Fitness. Die Aufnahme in den Katalog sei ein erster Schritt, dann entwickele die WHO Richtlinien für Behandlungsmöglichkeiten.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de

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