Warum der Blockbuster ganz anders als die bunten Avengers werden könnte.

Während gerade die Marvel-Fangemeinde auf den Release des dritten „Avengers“-Film wartet, wird im Herbst schon die nächste Figur des Comicriesen auf der großen Leinwand zu sehen sein. Allerdings wird der Film wohl wenig mit Ironman, Hulk und dem Rest zu tun haben.

Am vierten Oktober startet in den deutschen Kinos „Venom“ mit Tom Hardy in der Hauptrolle. Der gestern veröffentlichte Trailer zeigt erstmals, wie das schwarze Monster in dem Film aussehen wird.

Hardy verkörpert in dem Film den Journalisten Eddie Brock, der von einer mysteriösen schwarzen Masse aus dem Weltall befallen wird und die langsam Besitz von ihm ergreift.

Dass der Film vermutlich düsterer wird als die allgegenwärtigen Superheldenfilme aus dem Marvelkosmos, hat mehrere Gründe: Venom ist zunächst kein Held, sondern einer der bekanntesten Feinde von Spiderman. Nach der völlig missratenen Produktion „Suicide Squad“ von Marvel-Kontrahent DC steht also erstmals wieder ein Bösewicht im Fokus.

Daneben wird „Venom“ von Sony produziert und gehört damit nicht zu dem sogenannten „Marvel Cinematic Universe“, das in der Hand von Disney liegt. Sony plant offenbar ein eigenes Gegenstück zu dem Comicuniversum. Dabei soll sich das Studio aus Figuren aus der Welt von Spiderman bedienen: Angeblich soll es nach „Venom“ auch Pläne für Filme über den Vampir Michael Morbius und die Charaktere „Silver&Black“ geben.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob Sony auf die Marvel-Welle von Disney in Zukunft eine Antwort findet. Der Trailer zu „Venom“ macht auf jeden Fall schon Lust auf mehr.

Dennoch werden sich die Sony-Leute wohl immer noch in den Arsch beißen: Angeblich hatte das Filmstudio Ende der Neunziger die Möglichkeit, die Rechte aller Marvel-Helden für gerade einmal 25 Millionen Dollar zu kaufen. Sony interessierte sich damals aber nur für Spiderman. Inzwischen ist das „MCU“ die finanziell erfolgreichste Film-Franchise aller Zeiten.

Quelle: Noizz.de