Dieses Mal haben wir von Nadine Klein und den „Jungs“ mitgenommen, dass Überraschungen nicht immer gut sind – am Ende laufen einem noch die Männer weg. Aber: es gibt Bier.

Der Trouble mit Raffi hat ein Ende. Ja, zu unser aller Überraschung, ich weiß. Aber Egomane und Ich-bin-überhaupt-nicht-fake-Raffi wollte nur in der vergangenen Nacht der Rosen sich die Selbstbestätigung von Nadine holen – um dann 24 Stunden später „Bye-Bye“ zu den Saufkumpanen zu sagen. Hut ab. Das hat auch noch keiner gebracht.

Den Brauch hat unser Lieblingsfitness-Guru Filip eingführt. Das stärkt den Gruppenzusammenhalt (heißt hier: alle gegen Raffi) und macht alles eigentlich erträglicher.

Das bedeutet aber auch: Kein inszeniertes Rumgezicke mehr. Verdammt! Früher hätte es das nicht gegeben. Da hätte der RTL-Redakteur gesagt: „Ey Alter, reiß dich mal zusammen! Du kannst ja einen Korb geben aber bitte erst melodramatisch am Ende der Folge! Okay?! – so, und jetzt: weiter im Skript.“

Aber so viel sei gesagt: Es wird nicht der letzte Weggang für die Bachelorette in diese Folge sein. Nadine Klein ist nämlich anscheinend ein Männerschreck.

Wäre ja aber auch zu schön, um wahr zu sein:

  • Eine Frau, die Bier trinkt (auch in dieser Folge mehr als genug).
  • Eine Frau, die mehr Kumpels als BFFs (und sogar die ist ein Mann) hat.
  • Eine Frau, die von Klippen springt (oh, dazu kommen wir erst noch).

Aber kommen wir zu dem, wieso wir eigentlich hier sind: Dates und so.

Nach dem ganzen Raffi-Eklat sind die elf Jungs – kann eigentlich mir mal jemand erklären, wieso Nadine die immer nur Jungs nennt? Sind das für sie keine Männer? Okay, na ja gut, wenn man sich diesen Haufen da genauer anguckt – ich würde sie auch eher Jungs nennen. Okay, zurück: Also die elf Jungs sind richtig rattig. Und scharf auf ein Date mit Nadine. Juhu!

Und weil wir durch die letzten Folgen Nadine etwas besser kennen, wissen wir eins: So ein Gruppendate mit mehr als zwei Männern kann ganz schön überfordernd sein. Und Nadine braucht Alkohol. Und zwar am besten viel davon.

Zum Glück gibt es Hauptsponsor Martini Fufuroro oder Fiero oder Fiffi oder wie das heißt. Und anscheinend neuerdings einen Exklusiv-Vertrag mit einer griechischen Brauerei auf Kreta. Das wird Nadine aber freuen.

Na ja, zurück zum Date, ich schweife ab.

Es gibt eine neue Taktik. Doppeldates, die später zu einem Date werden. Und weil es für Nadine absolut wichtig ist, dass ein Mann „auch Lust auf Action hat“, machen die drei etwas, was sie noch nie gemacht haben – von einer Klippe springen. KRASS!

Die Glücklichen, die dieses sehr abenteuerreiche Erlebnis mit ihrer potentiellen Traumfrau verbringen dürfen, sind Chris und Daniel. Und beide sind so mutig, die Klippe runter zu springen. Chris begleitet und rettet Nadine sogar bei ihrem Sprung! Sie hatte ja Angst, die Bikinihose zu verlieren. Kein Witz! Klar, wer da das Einzeldate gewinnt und dann auch noch eine Rose: der Chris. Ist aber alles so fad wie ein Toastbrot.

Zum Glück werden es – auch dank Raffis freiwilligen Austritt – immer weniger Männer. Zeit für den besten Freund! Der ist Tobi, eindeutig schwul und der trifft sich zum intimen Gespräch mit den Jungs, weil Nadine Gruppen-Massendates einfach nicht handeln kann.

Und hier hatte RTL einen kongenialen Einfall: Wir machen die einfach richtig bebetrunken. In einer Brauerei auf Kreta. Dann reden die bestimmt auch mehr. Und Nadine stalkt sie wie in der versteckten Kamera in ihrem Kämmerlein. JAHA!

So richtig krasse Sachen kamen dabei aber dann nicht raus. Irgendwann lösen Tobi und Nadine den ganzen Schlamassel auf. Auch wenn Filip nicht dabei ist (der versauert seit vier Tagen in der Villa und wird langsam aggro), wissen die anderen beim Date einfach nicht anders mit der Situation umzugehen, als sich wieder abzuklatschen. Wird schon.

Auch für die Typen sind Gruppendates nicht leicht. Zurück in der Villa wird weiter gesoffen und Highfives ausgegeben. Es ist wie eien Abifahrt auf Llorett. Schön.

Auch Nadine weiß natürlich, dass das nicht so optimal lief. Deswegen: Einzeldate. Und weil auch Nadine sich wieder freuen kann, mit dem anderen Schönling: Maxim. Das Model. Weil Models schön posen können, gibt es anstatt Picknick (da redet man ja auch viel zu viel) lieber Paragliding.

Kurz hat man Angst, Nadine und Maxim crashen in die Touristen am Strand von Korfu. Aber: Das passiert leider nicht. Stattdessen gehen sie in den Pool. Da kommt man sich körperlich näher, angeblich fühlt sich Nadine super wohl. Aber: Küssen will sie den Maxim nicht. Weil sie hat ja schon Alex gegküsst. Beurk. Wo sind wir denn hier?!

Voll real. Der arme Maxim ist auch schon ganz traurig und guckt bedröppelt rein, als hätte man ihm gerade das Spielzeug weggenommen. Na ja, dann schwimmt eben weiter.

Über die Nacht der Rosen kann man jetzt eigentlich gar nicht so viel sagen. Irgendwie ist es immer gleich langweilig. Für allgemeine Belustigung sorgt Jorgo. Der lässt bekanntlich eine Lebensweisheit nach der nächsten los. Und ehrlicherweise hat Nadine die perfekte Bezeichnung für Jorgo gefunden: Er ist ein wandelnder Glückskeks-Spruchzettel.

Das wäre vielleicht das ideale Date mit ihm: Glückskekse essen. Dauert auch nicht so lang. Dieser unbestreitbare Entertainment-Faktor bleibt uns erhalten: Denn eigentlich hat Nadine ihn nur deswegen weitergewählt.

Einer, der dem ganzen Klamauk schon vorher schlauerweise ein Ende gesetzt hat, ist Steuerfachangestellter Stefan. Dem war die Sauftour in der Brauerei mit Nadine und ihrem BFF Tobi wahrscheinlich endgültig zu viel. Sie ist nicht sein Typ. So, jetzt hat er es gesagt.

Das findet Nadine doof, weil sie wollte eigentlich ein Date mit ihm, bei dem sie schon vor Beziehungsbeginn ein erstes Krisengespräch führen kann. Tja, wie Mick Jagger schon sagte: You can’t have it all!

Also Raffi weg (weil die Jungs super doof sind), Stefan weg (Tschüss, Intelligenz, aber er steht halt einfach nicht auf sie. Moment, gab’s da nicht mal einen Film in Hollywood?) und auch der Kevin weg. Weil der sich ja eigentlich super geil findet, aber das hat Nadine noch nicht gecheckt. Und deswegen hat er sich bei der sagenumwobenen Nacht der Rosen einfach abseits hingesetzt.

Irgendwann redet sie schon mit einem, weil er ist ja geil. Nein, tut sie nicht! Wenigstens da bleibt Nadine Klein ihrem Dosenbier-Feminismus treu. Wahrscheinlich hat Kevin in seinem bisherigen Leben nur Frauen abgeschleppt, bei denen er sich sicher sein konnte, dass sie ihm wie ein treudoofer Dackel hinterherrennen. Und einfach alles von ihm toll finden. So geht man nämlich eigentlich mit Kevin um. Wisst ihr Bescheid.

Aber Nadine Klein eben nicht. Und so ist der einzige, den sie rauswählt, eben Kevin. Sind ja auch genug so schon weggelaufen. Blöd gelaufen für Nadine. Und noch dazu herrscht jetzt erstmal schlechte Stimmung in der Männer-WG.

Erstens, weil eben Stefan gegangen ist. Der war für alle eine Art Papa Schlumpf. Und ist jetzt eben einfach weg. Was soll Filip nur machen? Erstmal Highfive und Bromancige Abschieds-Umarmung. Puh, das ist ja fast romantischer als sein Date mit Nadine in Folge zwei (Fisch filetieren war aber auch nicht easy!). Ich weine gleich.

Zweitens herrscht aber auch dicke Luft. Der Grund dafür ist Schönling Alex. Ihr wisst schon, der Typ, der beim „Die Schöne und das Biest“-Traumdate den ersten Kuss abgegriffen hat. Der hat ja eigentlich eh schon das Rennen gemacht. Denn Nadine kann im wahren Leben auch nichts mit zwei Typen gleichzeitig anfangen und rumknutschen (wer’s glaubt). Deswegen auch die Abfuhr an Maxims ins Ohr gehauchte: „Darf ich dich küssen?“ am Pool.

Und glauben wir der Vorschau, gibt es die erste Bettenschlacht mit ihm in der nächsten Folge. OMG! Aber davon wissen die Jungs ja eigentlich nicht. Die sind wegen was ganz anderem sauer: Am Tacheles-Tisch der WG mahnte der Alex nämlich noch, dass sich bei der Nacht der Rosen doch bitte die Kerle, die sich sicher sein können, dass Nadine sie geilo findet, bitte nicht so auf die Tube drücken.

Na und was macht der Alex? Der schnappt sich Nadine zum ersten Einzelspeeddate bei diesem traurigen Schauspiel „Nacht der Rosen“. Pfui! Keine Highfive dafür! Stattdessen eine verbale Pussy-Ohrfeige vom eingeschnappten Kevin.

Ach, was ich noch anmerken wollte: Kann diese Sendung endlich aufhören, das Genre Indie-Musik zu schänden? Ich weiß, das wird im Hintergrund gemacht und eingespielt, weil es andere nicht ablenkt, weil sie es nicht kennen. Aber die neue Single von Jungle, „Happy Man“, in diesem Abifahrten-Reloaded-Kontext zu hören, das … geht einfach nicht! Haben wir uns verstanden, RTL? Danke, das wollte ich schon immer einmal los werden.

Oh und: Was ist mit Eddy los? Depri-Mood? Keine Steeldrums? Oh nein, er braucht ein Date! Und ein Highfive von Filip!

Quelle: Noizz.de