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Drei Worte: Wo. Ist. Rufus?!

Ich habe mich so gefreut. Disney Channel macht „Kim Possible“ zum Live-Action Film. Kim Possible war mein absoluter Kindheitstraum, nach ihr habe ich alle meine Lebensentscheidungen getroffen. Ich bin Cheerleader geworden. Ich war auf einer amerikanischen Schule. Mein Kleiderschrank besteht aus schwarzen Crop-tops. Ich habe ein Nacktmull.

Bis auf die letzte Aussage stimmt das alles sogar. Allerdings offenbart der nun erschienene Trailer zur Cartoon-Verfilmung von Disney: Mit dem Remake des Kinder-Klassikers stimmt hingegen so gar nichts.

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Kim Possible, gespielt von Sadie Stanley, die mit diesem Film ihr Schauspiel-Debüt hinlegen muss (Gott behüte sie), eröffnet den Trailer im merkwürdigen Flieger-Rucksack, der wie eine Requisite aus dem „Spy Kids“ der 2000’er aussieht. Sie trägt eine dunkelgrüne, hautenge Hose mit merkwürdigen Ballerina-Schnüren auf ihren Waden und eine schwarze Bauchtasche frisch aus der Berghain-Warteschlange.

Wo ist Kims übliches schwarzes, langärmliches Crop-Top mit Rollkragen? Der braune Utility-Gürtel, die übergroße, schlabbrige Cargo-Hose?

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Ich würde mir wünschen, das Outfit wäre mein größtes Problem, und somit völlig nebensätzlich und eigentlich komplett unnötig. Doch es wird viel schlimmer. Ron Stoppable ist ein dümmlicher, Fratzen-ziehender Clown, der nichts von seiner Liebenswürdigkeit beibehält. Und noch katastrophaler: Rufus, der Nacktmull fehlt im Trailer!

Ob er schlussendlich im Film auch nicht auftauchen wird, ist unklar. Im Trailer taucht das clevere Nagetier jedenfalls nicht auf. Der Schurke Drakken hat keine blaue Haut, und Kim siehst du nicht ein einziges Mal als Cheerleader.

Dafür sieht man eine billige „Kampf“-Szene nach der anderen, Special-Effects in iMovie-Qualität und noch-nichtmal-„lol“-würdige Klassenzimmer-Szenen.

Es gibt schlechte Remakes, und dann gibt es das Kim-Possible-Remake, das auf so vielen Ebenen nicht getreu der legendären Zeichentrick-Serie zu sein scheint, dass mein innerliches Kinderherz blutet. Da bin ich nicht alleine.

Momentan hat der Trailer auf Youtube 2,2 Millionen Aufrufe, 25 Tausend Likes - und fast 103 Tausend Dislikes.

In den Kommentare unter dem Trailer auf YouTube drücken Fans ihre Entgeisterung aus.

Das Remake ist nicht einmal so trashy, dass es schon wieder cool ist. Es scheint einfach eine Low-Budget-Produktion zu sein, die in zwei Monaten im Sommer in Kanada gefilmt worden ist, ein paar Mal auf dem Disney Channel laufen wird, und dann hoffentlich bald in Vergessenheit gerät. Das Schlimmste dabei: Ich werde ihn mir trotzdem anschauen.

Die Fans sind enttäuscht.

Es gibt für mich nur einen einzigen Hoffnungsschimmer: Christy Carlson Roman, die originale Stimme der Zeichentrickfigur von Kim Possible, soll im Film einen Auftritt haben. Gut möglich das einzige Stück Authentizität des ganzen Remakes.

>> Apropos Remakes: Wie originalgetreu ist die Realverfilmung von „König der Löwen“?

>> Und Apropos schlechte Remakes: Bitte hört auf, Disney-Filme mit echten Schauspielern zu verfilmen!

  • Quelle:
  • Noizz.de