Es handelt sich nur um wenige Sekunden.

"Toy Story 4" kommt erst am 9. August in die deutschen Kinos, aber in Amerika läuft der Film schon seit Mitte Juni auf der großen Leinwand. Zeit genug für die streng konservative, evangelische Organisation "One Million Moms" (eine Millionen Mütter), die wegen einer bestimmten Szene eine Petition gegen den Film gestartet hat.

Die Organisation ist Teil der "American Family Association"-Organisation, die zuvor durch ihre extrem konservativen Ansichten und unter anderem wegen Antisemitismus und Homophobie aufgefallen sind.

Um Homophobie geht es auch in diesem Fall: Die Organisation prangert Disney wegen einer kleinen Szene an, in der zwei Mütter gemeinsam ein Kind in den Kindergarten bringen. Das gleichgeschlechtliche Paar sieht man einmal am Anfang des Films, wenn Bonnie in den Kindergarten gebracht wird und später noch einmal, wenn Bonnie und das andere Kind wieder abgeholt werden.

Wenn man bedenkt, dass sich der Film um die rasanten Abenteuer von sprechenden Spielzeugen dreht, ist ein gleichgeschlechtliches Paar, das zweimal kurz im Hintergrund auftritt, nicht wirklich Fokus des Films.

Für "One Million Moms" allerdings schon. In ihrem Brief an Disney schreiben sie, dass sie es falsch finden, den Film ohne Warnung zu zeigen und sich Sorgen darüber machen, dass so viele Kinder dem Bild von einem lesbischen Paar ausgesetzt sind. Sie wollen unter keinen Umständen "eine Werbung für den LGBTQ-Lifestyle" unterstützen.

Ihre Petition hat bereits über 12.500 Unterschriften bekommen.

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Quelle: Noizz.de