Seit mehr als zwei Jahren bereichert Julie Schmidt uns Woche für Woche mit ihrer Sexpertise bereichert – in ihrer Bettgeschichten-Kolumne "Sex vor Neun" und ihrer digitalen Sprechstunde "Sex-Fragen". Jetzt hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht: "To all the boys I've fucked before".

"Ich habe eine Sex-Wunschliste", fing Julie Schmidt vor mehr als zwei Jahren die erste Kolumne an, die sie für NOIZZ schreiben sollte. Ein Punkt auf dieser Wunschliste war – noch bevor die Autorin in die Hauptstadt zog – ein One-Night-Stand Berlin. Und schon legte Julie los, in jenem Plauderton, den sie offenbar nicht erst finden musste, sondern der ihr von der ersten Folge "Sex vor Neun" an eigen war.

Nonchalant und ohne Allüren – und vor allem: ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen – schrieb sie fortan über ihr Sex-Leben, als sei's das Natürlichste von der Welt. Was es ja auch ist! Aber gleich jedem alles darüber erzählen? Die nackte Wahrheit? Mit allen Hochs und Tiefs? Die Eroberungen und die Niederlagen? Die glorreichen Momente und die Fails?

Wir wissen nicht, wer das in deutscher Sprache so schamlos und gleichzeitig charmant hinbekommt wie sie. Denn nicht nur lässt sie dabei ihre Leser*innen ganz nah an sich ran und macht sich dadurch angreifbar. Es geht bei ihr auch immer um Liebe. Es ist nie nur etwas Körperliches – zumindest zeigt sie immer auch Herz. Und so zeigten schon Julie Schmidts Kolumnen das, was jetzt in ihrem Roman "To all the boys I've fucked before" in den Mittelpunkt stellt: die Suche nach Liebe – zwischen lustvoll zerwühlter Bettwäsche.

Wer ist Julie Schmidt?

Aber wer ist Julie Schmidt überhaupt? Diese Frage bekommen wir in der Redaktion fast nach jeder "Sex vor Neun"-Kolumne. Bisher haben wir dicht gehalten – eins können wir aber verraten: Es handelt sich dabei um keine Kunstfigur (wie so viele immer wieder vermuteten), sondern um eine echte Person! Julie Schmidt gibt es wirklich, und sie ist genau so wie in ihren Texten. Sie raucht genau so viel wie in ihren Sexkapaden und sie trägt genau so oft knallroten Lippenstift.

Profilbild der NOIZZ-Kolumnistin Julie Schmidt (inklusive Zigarette und rotem Lippenstift)

Daher haben wir uns auch sehr über das Cover ihres Romans gefreut, der am Mittwoch beim Münchner mvg Verlag herausgekommen ist: "To all the boys I've fucked before" (eine Anspielung auf den Roman und die gleichnamige Netflix-Romcom "To All the Boys I've Loved Before") ziert eine ausgedrückte Zigarette, an deren Filter knallroter Lippenstift klebt. Diese beiden Attribute verleihen ihr offenbar Superkräfte. Wie sie diese einsetzt? Was fragt ihr uns! Lest die Kolumnen und das neue Buch!

Julie Schmidt hat ihr erstes Buch geschrieben! In "To all the boys I’ve fucked before" erzählt sie noch mehr über ihre Vorliebe für Fuckboys und Zigaretten

Worum geht's in Julie Schmidts Roman?

Im Roman geht es, so glauben wir in Gesprächen mit Julie und bei der Lektüre des Klappentexts herausgefunden zu haben, nicht ganz so unverschnörkelt zur Sache wie auf NOIZZ.de. Die Kurzbeschreibung lautet nämlich wie folgt:

Eigentlich wollte Julie Schmidt immer über die Liebe schreiben. Doch weil sie sich ausschließlich in beziehungsunfähige Arschlöcher verliebt und keine Lust darauf hat, dass ihr Herz noch mal gebrochen wird, schreibt sie lieber über das, was sie gut kann: Sex!

Okay. So weit, so bekannt. Aber dann passiert etwas, das Julie in ihren NOIZZ-Kolumnen immer nur hier und da angedeutet hat: Sie trifft einen Typen. Den Typen – "der sie erst mit seinem Charme und dann mit Manipulationen um den Verstand bringt", wie es im Klappentext heißt. Es folgt eine toxische Beziehung, die ihr Sexleben, aber auch ihren Liebeskummer auf ein ganz neues Level hebt. "Irgendwann stellt sie fest, dass nicht nur ihre Typen ein klitzekleines Problem mit Beziehungen haben und sie vielleicht erst noch etwas über sich selbst lernen muss, bis es mit der Liebe klappt."

Wer Julie Schmidts NOIZZ-Kolumnen "Sex vor Neun" und "Sex-Fragen" mag, wird dieses Buch lieben. Ihren typischen Humor, ihren unverwechselbaren Tonfall, ihren Pragmatismus und Optimismus. Und ihre Sex-Abenteuer, die es in "To all the boys I've fucked before" natürlich auch gibt.

Die beste Sex-Kolumnistin Deutschlands startete mit "Waschlappen-Sex"

Und wer ihren Roman gelesen hat, aber ihre Kolumnen noch nicht kennt, sollte sich so schnell wie möglich ein, zwei Wochen Urlaub nehmen – denn seit Mai 2018 sind fast 150 Texte erschienen, darunter Klassiker wie "Ich masturbierte in der Badewanne, während er mir heiße WhatsApps schrieb", "Blowjobs sind für mich echte Ego-Pusher" und "Meine Vagina ist eine miese Verräterin".

Julie Schmidts erste Kolumne, ihr One-Night-Stand in Berlin, endete übrigens mit schlechtem Sex in einem kleinen Auto vor einem Club – trotz "ganz schön großem Schwanz". Was für ein mutiger Auftakt für eine Sex-Kolumne: "Waschlappen-Sex", wie Julie es nannte, keine Erfolgs-Story, in der sich die Autorin als GV-Göttin darstellt, bei der stets alles glatt läuft, sondern zu Anfang erst mal ein Dämpfer.

Es sollten noch viele Orgasmen folgen. Und auch wenn wir es noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen können, weil wir das Buch noch nicht gelesen haben: "To all the boys I've fucked before" wird bei Julie-Schmidt-Fans sehr wahrscheinlich auch für Hochgefühle sorgen.

P.S.: Falls du Julie Schmidt eine Sex-Frage stellen willst, kannst du das anonym per Tellonym machen! Oder du folgst Julie Schmidt einfach auf Instagram.

ml

  • Quelle:
  • Noizz.de