Sorry, Männer. 

Hollywood ist, wie wir alle spätestens seit Time's Up wissen, eine männerdominierte Branche. Gleichstellung? Frauenquote? Selbst 2018 noch Fehlanzeige. Betrachtet man die 1.100 beliebtesten und erfolgreichsten Filme der letzten 11 Jahre, so schreibt die „Zeit“, wurden gerade mal vier Prozent von Frauen gedreht. Fucking vier Prozent!

Doch nicht nur hinter der Kamera dominieren die Männer: Auch das Missverständnis, Filme mit Frauen oder auf Frauen ausgerichteten Filme seien für die breite Öffentlichkeit nicht interessant, hält sich in der Filmbranche hartnäckig – dabei ist das laut einer neuen Studie völlig falsch. 

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Von DCs „Wonder Woman“ bis Disneys „Moana“: Filme mit weiblichen Hauptrollen ließen die Kinokassen der letzten Jahre im Durchschnitt viel mehr klingeln als ihre männlichen Kollegen, wie eine jetzt veröffentlichte Studie der bekannten US-Agentur „Creative Artists Agency“ und „Shift7“ zeigt. Studieninhalt waren laut „New York Times“ Kinofilme aus den Jahren 2014 bis 2017, die – unabhängig von ihrem Budget – auf Einspielzahlen geprüft wurden.

Und die Ergebnisse könnten nicht klarer sein: Egal, ob eine Produktion 10 Millionen oder 100 Millionen US-Dollar kostet – ist die Hauptrolle weiblich besetzt, erzielt sie mehr Gewinne, als Produktionen mit einem männlichen Protagonisten.

Und noch ein interessantes Detail förderte die Studie zutage: Kinofilme, die den sogenannten „Bechdel-Test“ bestanden, schnitten besser ab, als die, die es nicht taten. Noch nie vom „Bechdel-Test“ gehört? Der besteht aus drei ziemlich einfachen Fragen: Gibt es mindestens zwei Frauenfiguren? Haben sie Namen? Und sprechen die beiden über etwas anderes als einen Mann? Klingt simpel, ist es aber nicht – rund ein Drittel aller Kinofilme fallen gnadenlos durch. Heftig, oder? Die Filme, die den Test in der Studie bestanden haben, sind übrigens auch die, die am meisten Gewinne einbrachten. 

Also liebe Filmemacher: Setzt auf starke Frauenrollen, auf Unterhaltungen, die sich nicht nur um Männer drehen – und das Business läuft. 

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Quelle: Noizz.de