Warum er solche Überschriften eigentlich nicht mehr lesen will.

Lukas Rieger war elf Jahre alt, als er beschlossen hat: Ich muss ein Popstar werden! Musik ist schon immer ein großer Teil seines Lebens. Seine Vorbilder: Micheal Jackson, Jason Derulo und natürlich sexy "Sorry"-Badboy Justin Bieber. Er trat bei „The Voice Kids“ auf, war DER deutsche „Younow“-Star und brachte später auch auf Instagram und Musical.ly die Mädchenherzen zum Schmelzen. Letzte Woche Freitag dropte er sein zweites Album „Code“ und lud knapp 200 Fans zur „Release“-Party nach Berlin ein.

Im Interview mit NOIZZ verrät er, wie er Social-Media genutzt hat, um bekannt zu werden und worauf man bei Instagram achten muss.

NOIZZ: Facebook benutzt du nur noch für die Eltern deiner Fans. Bei Musical.ly bist du manchmal, was ist deine Lieblings-App?

Lukas Rieger: Am meisten bin ich bei Snapchat unterwegs, aber bei Instagram bin ich auch viel.  Für den Album-Release haben wir einen Hashtag der heißt ‚Codetakeover’ und da posten alle Fans, wie sie das Album kaufen. Ich guck mir das dann natürlich an, like und kommentiere die Videos. Das ist ziemlich cool, weil Interaktion mit den Fans natürlich auch super wichtig ist. So kann ich denen was zurückgeben.

Wenn du selbst eine App entwickeln könntest, was wäre das für eine?

Lukas: Ich könnte mir natürlich vorstellen eine „Team Rieger“-App rauszubringen: Wie eine Webseite, nur eben als App-Format. Dann können meine Fans alle Infos und News immer in einer App finden. Ansonsten habe ich echt viele Ideen, zum Beispiel eine App bei der man Coins sammeln kann, die man dann bei Amazon verwerten kann oder eine Jetlag-App, die dir schon Tage zuvor anzeigt, wann du schlafen gehen musst, um dich an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen.

Du warst bisher immer einer der Ersten, wenn es eine neue App gab. Was wird der nächste Hype?

Lukas: Ich glaube es kommt irgendwann noch eine Video-App, die die Leute noch mehr zur Interaktion einlädt. Ich weiß noch nicht was es ist oder wer es macht, aber ich glaube das es in diese Richtung gehen wird. Aber wenn’s da ist, dann sag ich euch Bescheid, ich werde die App auf jeden Fall haben.

Hast du Tipps, wie wir bei Instagram voll durchstarten können? Schließlich bist du DER deutsche Social-Media-Star ...

Lukas: Klar, kann ich dir ein paar Tipps geben. Aber was viele vergessen ist, dass ich ja eigentlich immer singen und Musik machen wollte. Das Influencer-Ding ist ja eigentlich nur eine Nebensache, die ich genutzt habe, um meine Musik bekannt zu machen. Klar mache ich Instagram sehr gerne, aber im Endeffekt mache ich das nur durch die Musik.

Hier gibt's die Tipps im Video

Stört es dich, wenn du nur auf die Sozialen Medien beschränkt wirst?

Lukas: Ich finde es schade, wenn ich in den Medien immer nur als der „Social-Media-Star“ dargestellt werden. Klar kann ich erklären, wie man die Apps geschickt benutzt, aber eigentlich war die Musik der Ursprung von allem. Ich habe vier, fünf Jahre lang Musik gemacht, ohne dass das überhaupt jemand gehört hat.

Und dann hast du die Sozialen Medien genutzt, um deine Musik an den Mann zu bringen ...

Lukas: Genau! Als ich 11 Jahre alt war, dachte ich: "Lukas, du musst es irgendwie schaffen!" Ich wusste, dass ich Musik machen kann, die Menschen mögen werden. Ich wusste, dass es da draußen Menschen gibt, die das feiern werden. Und dann habe ich nach Wegen gesucht, wie ich meine Musik andern Menschen zeigen kann. Dann hab’ ich überlegt und überlegt und mich sogar in meinem Zimmer eingeschlossen und irgendwann hab ich dann die verschiedenen Sozialen Medien ausprobiert.

Jetzt bist du ein Star - hast du deinen großen Traum schon erreicht?

Lukas: Das ist ziemlich crazy wie das so verlaufen ist. Ich weiß nicht, ob man wirklich sagen kann, dass ich ein Star bin. Ich bin eigentlich immer noch der gleiche Junge wie früher, aber ich würde gerne versuchen ein Star zu werden, wie das auch alle anderen versucht haben. Ich wollte immer unbedingt das machen, was Jason Derulo und Justin Bieber gemacht haben. Die haben einfach gesungen und Gitarre gespielt. Ich will auch irgendwann dahin kommen und das machen! Dafür gebe ich jeden Tag alles!

Also hast du immer noch größere Träume, die du dir erfüllen möchtest ...

Lukas: Klar, ich möchte irgendwann mal eine World-Tour spielen und dann im Madison Square Garden in New York auf der Bühne stehen. Vielleicht kommt ja irgendwann mal ein Hit, der einen dahin bringt. Wenn ich das geschafft habe, dann ist das sowas wie ein Ritterschlag für mich.

Auf dem Weg nach oben gibt es häufig auch Situationen, die anstrengend sind. Hattest du schon mal damit zu kämpfen?

Lukas: Es gab mal eine Phase, da war es schwierig für mich, weil da so viel auf einmal kam: Da haben wir das Album gemacht und die Fans wollten gleichzeitig auch ganz viel bei Instagram sehen. Ich sollte überall antworten und mehr reagieren und irgendwann war es dann bei mir so: „Ey ich versuch gerade für euch neue Musik zu machen und es ist gerade so schwer für mich alles zu verbinden.“ Aber ich glaube dass meine Fans auch verstehen, dass ich inzwischen noch mehr auf meine Musik achte und noch mehr da drin bin.

In einem Song singst du „alle glauben, mich zu kennen“ – was kennen deine Fans nicht von dir?

Lukas: Es war eher auf meine Hater bezogen, dass die denken sie kennen mich. Aber ich glaube 90 Prozent der Leute würden mich mögen, wenn sie mal einen Tag mit mir abhängen. Ich bin auch ein normaler Junge, wie die auch: Ich mag gerne Fußball, ich höre auch Rap-Musik. Das wollen die aber nicht verstehen: Die sehen nur die Bilder auf Instagram und hören meine Musik und finden das dann scheiße. Aber sie kennen mich eigentlich nicht wirklich. Meine Fans kennen dagegen sehr viel von mir und das ist auch toll! Die wissen von meinen Macken, kennen meine Stärken und die mögen mich so wie ich bin.

Quelle: Noizz.de