Armut, Mord, Arbeitslosigkeit – aber auch das glamouröse Nachtleben.

Staffel drei ist in Mache und gerade  erst wurden Statisten für „Babylon Berlin“ gesucht. Die Leute sollten aussehen wie in den 20er Jahren. Also: keine Bewerber mit moderner Solariumsbräune, Piercings und sichtbaren Tattoos. „Babylon Berlin“ lebt von den Kostümen, den Kulissen und dem Flair der wilden Jahren vor der Nazi-Zeit. Der erste Teil der Verfilmung der Krimi-Bestseller von Volker Kutscher war mit fast 40 Millionen Euro das größte deutsche Serienprojekt.

Sehen konnte man die Serie bereits im vergangenen Jahr auf dem Abo-Sender Sky, am 30. September startet sie dann endlich für alle frei verfügbar auf der ARD. Fest steht aber eins: Der Mythos Berlin zieht international. Die Serie verkaufte sich in mehr als 90 Länder und bekam mehrere Preise.

Aber wie sah es wirklich aus in dem Berlin der Goldenen Zwanziger, das opulent in den Szenen im „Moka Efti“ und Co. heraufbeschworen wird? Die TV-Doku und der dazugehörige Podcast „1929 - Das Jahr Babylon“ von Volker Heise widmen sich egnau dieser Frage und nehmen uns mit auf eine kleine Zeitreise.

Mit Ausschnitten aus Tagebüchern, Protokollen und Briefen erlebt man alle Facetten der taumelnden Großstadt zwischen Moloch und Glanz. Im Fernsehen ist „Babylon Berlin“ keine Serie, bei der man bequem nebenher Bügeln oder aufs Handy gucken kann. Man muss bei der Handlung aufpassen. Die Hintergründe dazu gibt es in der Doku.

Wie auch in der Serie immer wieder thematisiert, geht es auch in der Doku-Rehe, um das Elend in den Armenvierteln, die Exzesse im Nachtleben und die Arbeit der Polizei in einer Stadt, die brodelt. Um historische Ereignisse wie die Straßenschlacht im „Blutmai“. Stück für Stück rekonstruiert „1929 – Das Jahr Babylon“ das Lbeen in der Metropole, basierend auf echten Ereignissen und realen Kriminalfällen. Ziemlich spannend!

Für alle, die noch mehr in das verruchte Berlin Ende der 20er eintauchen wollen, gibt es sogar eine interaktive Karte, die alle Schauorte der Serie in Berlin abgrast. Dazu gibt es allerhand Wissenswertes (voll was für Geschichts-Nerds), Clips aus der Serie und exklusive Behind-the-Scenes.

Den interaktiven Stadtplan kannst du hier durchforsten.

Die Podcast-Reihe „1929 – Das Jahr Babylon“ von Radioeins kannst du dir ab sofort über die Mediathek des rbbs reinziehen und hier der Link für iTunes: 6 Folgen á 45 Minuten

Die dazugehörige Doku gibt es, passend zum Sendestart der ersten beiden Staffeln von „Babylon Berlin“ um 22.30 Uhr, am 30. September auf der ARD zu sehen.

[Text: zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de