Der Film kommt am 30. März ins Kino. Wir verraten euch, ob er gut ist.

Wir alle haben etwas, das uns antreibt. Der Wunsch, die große Liebe zu finden oder das große Geld zu machen – das Streben nach einem Haus am Meer oder nach einem besseren Leben für sich und seine Kinder.

Percy Fawcett wir vor allem von einem Buchstaben angetrieben: Z. So bezeichnet der britische Forscher eine versunkene Stadt, die im Dschungel des Amazonas zu finden hofft. Die Suche nach dieser Stadt wird ihm zur Lebensaufgabe und von der erzählt der Film „Z – Die versunkene Stadt”. Der Film läuft am 30. März in den deutschen Kinos an, und wir wissen, ob er empfehlenswert ist.

Worum geht es?

Percy (Hunnam) und sein Team begeben sich in den Amazonas Foto: ©Studiocanal

Wie gesagt, geht es in „Z” um Percy Fawcetts Suche nach der versunkenen Stadt Z. So langweilig wie das klingt, ist es aber nicht. Denn der Film begleitet Percy über einen ziemlich langen Zeitraum: Er beginnt vor dem Ersten Weltkrieg mit Percy als jungem Familienvater, folgt ihm in die Krieg und zeigt ihm am Ende als gealterten Mann.

Dabei reist der Zuschauer vom tristen England ins exotische Amazonasgebiet hin in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs.

Und worum geht es eigentlich?

Sienna Miller spielt Percys Frau Nina Foto: ©Studiocanal

Im Kern geht es um Freigeister und Menschen, die ihrer Zeit voraus waren. Percy wird als echter Pionier vorgestellt: Er will den piefigen Briten beweisen, dass auch die Urvölker im Amazonas eine eigene Kultur haben und mehr sind als wilde Horden.

Mit dieser Meinung steht er in England am Vorabend des Ersten Weltkriegs ziemlich alleine da. „Die sind alle so bestimmt von der Engstirnigkeit der Kirche, dass sie nicht glauben können, dass es eine Kultur gibt, die älter ist als unsere“, sagt Percy an einer Stelle zu seiner Frau.

Womit wir schon bei einem weiteren Thema des Films wären: der Rolle der Frau. Denn so weitsichtig Percy in Bezug auf die indigenen Kulturen Südamerikas ist, so engstirnig ist seine Sicht auf Frauen.

Seiner Frau Nina traut er nicht zu, mit ihm in den Amazonas zu reisen. Zu Hause sei sie besser aufgehoben. „Z“ behandelt auch Ninas Kampf um Emanzipation – und am Ende ist sie es, die in der Familie Fawcett sie Hosen anhat.

Daneben geht es auch darum, nie aufzugeben – wie Percy und Nina.

Wer spielt mit?

Charlie Hunnam („Sons of Anarchy”) spielt Percy mit einer Mischung aus kühlem britischen Charme und großer Leidenschaft. Man kann kaum glauben, dass der Typ ist, der den Rocker Jax in „Sons of Anarchy“ mimte. Hunnam beweist in diesem Film seine Wandungsfähigkeit.

Sienna Miller („American Sniper“) ist in „Z” als starke Nina zu sehen und bildet den perfekten Konterpart zu Hunnam. Wenn er laut wird, schafft sie mit ihrer ruhigen Art einen Ausgleich. Die beiden machen sowohl als junges als auch als alterndes Ehepaar Fawcett eine gute Figur.

Mit dabei ist auch Robert Pattinson als Percys Dschungel-Kamerad Henry Costin und ist mit seinem Bart kaum zu erkennen. Abgesehen davon fällt er in dem Film aber nicht groß auf.

Wie ist der Film gemacht?

„Z“ besticht mit tollen Bildern Foto: ©Studiocanal

„Z” ist ein Film, der von starken Bildern und einer intensiven Atmosphäre lebt. Man spürt die Hitze des Dschungels, das Chaos der Schützengräben und die Unterkühltheit der britischen Kolonialisten. Jeder Schauplatz wird von der Kamera zum Leben erweckt. Da kann jeder Kalender von National Geographic einpacken.

Und wie lautet das Fazit?

Percy und seine Mitstreiter Henry Costin (Robert Pattinson) und Arthur Manley (Edward Ashley) Foto: ©Studiocanal

Klar, es gibt durchaus spannendere Filme als „Z – Die verlorene Stadt”.  Denn hier und da zieht dich der Film schon. Wer aber schon immer Fan von Jules-Vernes-Geschichten war, wird diesen Film mögen. Unaufgeregt erzählt er die wahre Geschichte eines Abenteurers und Entdeckers, der sich auf neue Wege begab und dabei mit der Natur und sich selbst kämpfte.

„Z” ist ein Film für all jene, die im Kino gerne auch mal ihren Kopf einschalten und sich von starken Bildern fesseln lassen. Klassisches Popcorn-Kino ist der Film zwar nicht. Dafür ist er aber eine erfrischende Abwechslung zu den unzähligen, uninspirierten Superhelden-Filmen.

Quelle: Noizz.de