Achtung, Suchtfaktor!

Der Teenager James (Alex Lawther) und seine Mitschülerin Alyssa (Jessica Barden) sind Außenseiter – jeder auf seine Art. James ist ein selbstdiagnostizierter Psychopath, der den Plan fasst, endlich einen Menschen zu töten, statt immer nur Tiere.

Bevorzugtes Opfer: Alyssa. Die 17-Jährige wandelt stets auf dem schmalen Grat zwischen Wutanfall und Depression und beschließt, dass eine Beziehung mit James die Lösung ihrer Probleme sein muss. Mit einem geklauten Auto fliehen die beiden auf einem skurrilen Roadtrip zunächst vor dem verhassten Kleinstadtleben in der südenglischen Provinz. Später fliehen sie vor dem Gesetz.

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Für Freunde des schon eher dunkelschwarzen Humors. Wer auf britische Indiefilm-Ästhetik (wie etwa in „Submarine“ oder „Frank“) und bizarre Innensichtmonologe und Parallelmontagen steht, wird „The End oft he F***ing World“ lieben. Außerdem sollte man kein Problem mit Schimpfworten haben – aber schließlich flucht ja niemand so sophisticated und liebenswürdig wie die Briten!

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Was als typisches Coming-of-Age-Indie-Roadmovie beginnt, wendet sich bald zur packenden Crime-Story – ohne je den Humor zu verlieren. Auch wenn das Ende voraussehbar ist, hat man es bis zu der spannenden Verfolgungsjagd an der englischen Küste (hat schon fast was von „Brighton Rock“) schon fast wieder vergessen. Außerdem: Die schauspielerische Leistung der beiden Youngsters. Vielleicht das schönste Verbrecherpärchen seit Bonnie und Clyde.

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Das ungewöhnliche Storytelling. Die komplexen Protagonistinnen (wie häufig sieht man so selbstverständlich zwei lesbische Polizistinnen im Teeniefilm?). Und natürlich der unfassbar gute Soundtrack! Der Doo-Wop-Titelsong „Laughing on the Outside“ der 60s-Sängerin Bernadette Carroll fängt die tragisch-komische Stimmung perfekt ein und kommentiert mit fast schon tarantinohafter Präzision die absurde Handlung.

Außerdem mit dabei: SoKo, Fleetwood Mac, Buzzcocks und ganz viele Schmacht-Blues-Balladen. Da kann man schon heimlich ein kleines Tränchen vergießen – egal ob vor Lachen oder Weinen.

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Die acht Folgen Minuten gehen VIEL zu schnell vorbei! Gerade wenn man sich mit den seltsamen Protagonisten angefreundet und ihre Schrullen liebgewonnen hat, ist das Ende leider schon unausweichlich.

„The End Of The F***ing World“ ist erfrischend unvorhersehbar und tappt in (fast) keine Klischeefalle. Suchtfaktor und wahrscheinlich schon das erste Serien-Highlight des Jahres!

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Quelle: Noizz.de