Slim Shady, Marshall Mathers, Rapgod.

Nennt ihn wie ihr wollt: Rap-Fans aus aller Welt haben Eminem jetzt jedenfalls zum „Greatest Rapper Alive“ gekrönt. Der King sitzt auf dem Thron, Hip-Hop-Legenden wie Tupac und Notorius B.I.G sind seine Untertanen – wait, what?

Bevor jetzt die hitzige Debatte losbricht: Erstens geht es hier um lebendige Rapper. Zwar dürften sich Tupac und Notorious B.I.G jetzt im Grab umdrehen, aber die beiden sind eben leider schon eine Weile von uns gegangen – Rest in Peace!

Kendrick Lamar und Co. sind zwar auch krass, aber noch zu kurz im Geschäft, um ernsthafte Konkurrenz für den selbsternannten „Rapgod“ zu sein. Eminem wurde immerhin gestern 45 Jahre alt – und brach mit seiner LP „The Slim Shady“ bereits 1999 alle Rekorde. Da war er gerade mal Ende 20.

Sogar Kollege 50 Cent gesteht, dass Slim Shady besser ist als jeder andere im Bizz. No beef, just love vom Gangsta-Boss höchstpersönlich!

Und es gibt sechs (Millionen) weitere Gründe, warum Eminem eben einfach der Geilste ist:

Lange gab es im Hip-Hop dem Mythos: Auf „orange“ kann man einfach nicht reimen. Dann kam Eminem und beweist mal locker das Gegenteil.

Was die Masse der Menschen betrifft, die Eminems Singles und Alben seit den Neunzigern kaufen, sprengen die Zahlen die Vorstellungskraft: 172 Millionen Mal wurden seine LPs insgesamt verkauft, sieben von acht seiner Alben in Millionenhöhe. Kein Wunder, dass er mal eine Villa mit 9 1/2 Badezimmern und eigenem Kinosaal hatte.

Ob politische Freestyle-Wutreden über Präsident Donald Trump, Fantasien über den Mord an seiner Ex-Frau Kim oder seine emotionale Hymne gegen Gewalt im Hip-Hop, „Like Toy Soldiers“:

„Wouldn't have to worry about one of your people dyin'

But now it's elevated, ‘cause once you put someone's kids in it

The shit gets escalated — it ain't just words no more, is it?“

Eminem ist der vielfältigste Rapper, wenn es um die Inhalte geht.

Diesen Spagat kriegen die wenigsten Rapper, ja, gar Musiker hin:die Masse befriedigen, ohne die Harcore-Fans erster Stunde zu verlieren. Dank Kollabarationen mit Rihanna und Sia schafft er es immer wieder ins Radio.

Und trotzdem kennen und lieben alle Tracks wie „Till’ I Collapse“ oder die Underdog-Nummer „Stimulate“.

… und ist der Einzige, an den man sich noch erinnert. In den 90ern als Weißer in Detroit zu rappen, als „Biggie“ und Tupac noch das Game beherrschten war nicht nur mutig, sondern eigentlich zum Scheitern verurteilt. Eigentlich gibt es aber nicht in Eminems Wortschatz.

Es gab zwei Nachrichten, die 2017 Slim-Shady-Fans und Haters schockierte: Ja, Eminem macht plötzlich eine Tour und hat dieses Mal sogar Konzerte außerhalb von Amerika– zum Beispiel in Schottland, wo er die Masse dazu brachte, FUCK TRUMP zu schreien.

UND: Es wird ein neues Album geben. Seitdem warten alle mit Hochspannung auf die Veröffentlichung der Trackliste. Derweil hat P¡nk mit ihm schon einen Rachesong aufgenommen, nachdem sie ihm einen Liebesbrief geschrieben hat.

Quelle: unilad.co.uk