Und wir haben auch schon ein paar Ideen…

Berliner erinnern sich noch mit Schmerzen an den Winter 2015, als lokale Berühmtheiten Stationen der U2 ansagten: Morgens hat man schließlich schon genug schlechte Laune, da muss nicht auch noch die Stimme von Frank Zander durch die Lautsprecher quäken.

Vancouver hat jetzt eine bessere Lösung dafür gefunden. Die kanadische Stadt hat einem ihrer berühmtesten Söhne aufgetragen, die Haltestellen-Namen im Stadtgebiet einzusprechen: Seth Rogen. Der hat den Auftrag sogar umsonst angenommen, nachdem der ursprünglich vorgesehene Morgan Freeman über die #MeToo-Debatte stolperte und ausgewechselt werden sollte.

Wir sagen: Anstatt wie damals in Berlin jede Haltestelle einem eigenen Promi zu überlassen, sollten auch deutsche Städte einfach mal bei ihren Söhnen und Töchtern nachfragen. Wir hätten jedenfalls ein paar Vorschläge:

Hamburg: 187 Strassenbande

Keine andere deutsche Rap-Crew ist derzeit so erfolgreich – und keine ist so untrennbar mit ihrer Heimatstadt verknüpft. Die Stimmen von 187 würden ein wenig Abwechslung in den langweiligen ÖPNV-Alltag bringen, nicht zuletzt weil es so viele Mitglieder gibt.

Nürnberg: Peter Althof

Den Promi-Bodyguard und Security-Unternehmer Peter Althof kennen viele Nürnberger aus den Kultfilmen „Machoman“ und „Machoman 2“. Es sind bis heute die einzigen Actionfilme, die je in Franken gedreht wurden. Wer sollte sich also besser für die Nürnberger U-Bahn eignen?

Düsseldorf: Kraftwerk

Nicht nur, dass die Roboter zu den berühmtesten Bands der NRW-Hauptstadt gehören. Sie haben auch schon für die Weltausstellung 2000 einen Jingle aufgenommen – nützliche Erfahrung für die U-Bahn-Haltestellen. Wir stellen uns Ralf Hütters Stimme auf dem Weg zur Arbeit jedenfalls sehr beruhigend vor. Und zu den neuen, futuristischen Haltestellen der Wehrhahn-Linie mit ihrem künstlerischen Anstrich würde sie auch passen.

Bonn: Xatar

Zugegeben: Bonn ist nicht gerade die coolste Stadt der Welt. Das Image könnte Xatar aufbessern: Der Rapper ist zwar im Iran geboren, aber in Bonn aufgewachsen und gibt seiner Stadt regelmäßig Shoutouts.

Frankfurt: Alexander Meier

Der ehemalige Eintracht-Star wurde aussortiert: Ab nächstem Jahr steht Alexander Meier nicht mehr im Kader. Die Fans dürften die Legende vermissen, nicht nur wegen ihrer 119 Tore, sondern auch der bescheidenen Art. Meier war nie ein Mann der großen Worte. Aber für die U-Bahn-Haltestellen Frankfurts dürfte es doch noch reichen, oder?

München: Jonas Kaufmann

Eine classy Stadt wie München verdient auch classy Bahn-Ansagen. Wir empfehlen: Jonas Kaufmann, geboren und aufgewachsen in der bayerischen Hauptstadt, könnte sich der Sache annehmen. Der weltbekannte Opernstar muss ja nicht gleich jede Haltestelle vorsingen, aber für die Abwechslung täte es doch ganz gut.

Quelle: Noizz.de