"Karli" soll Aufmerksamkeit für eines der größten Probleme in der US-Gesellschaft schaffen.

Die "Sesamstraße" ist eine der beliebtesten Kindersendungen der Welt und läuft seit 1969 im Fernsehen. Dabei hat das Format nicht nur einen Lehrauftrag, wie Zählen mit Graf Zahl oder Kochen beizubringen mit dem schwedischen Chefkoch. Immer wieder greifen die Macher auch aktuelle, gesellschaftliche Themen auf.

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So wie jetzt bei der Figur Karli. Das etwa 6-jährige Muppet-Mädchen zog bereits zu Beginn der neuen Staffel in die Sesamstraße ein. Sie war in einer Pflegefamilie. Jetzt wissen wir auch warum: Karlis Mutter ist abhängig von starken Schmerzmitteln.

Damit greift die "Sesamstraße" das wohl brisanteste Thema der US-amerikanischen Gesellschaft an. Schätzungen zufolge leben mehr als 5,7 Millionen Kinder unter 11 Jahren in einer Familie, in der mindestens ein Mitglied abhängig von Opioiden ist. Darunter fallen starke Schmerzmittel wie Fetanyl und Oxycodon. Dem Mittel sind bereits mehrere Prominente zum Opfer gefallen: Prince, Heath Ledger, Michael Jackson, Mac MIller und Lil Peep.

Karli wird ihre Geschichte dem Muppet-Charakter Elmo in einer Online-Episode anvertrauen, die Teil des "Sesame Street in Communities Project" ist. Das wird von der ehrenamtlichen Stiftung der Sesamstraße gefördert.

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In der Folge erzählt Karli, dass sie in eine Gruppe geht, wo sie andere Kinder trifft, deren Eltern ähnliche Probleme haben. Elmos Vater erklärt daraufhin, was eine Sucht ist. Laut dem "US Centre for Disease Control and Prevention" sind nachweislich zwischen 1999 und 2017 fast 400.00 US-Bürger an den Folgen ihrer Schmerzmittel-Sucht gestorben. Jeden Tag sterben etwa 192 Menschen in den USA an einer Überdosis.

Quelle: Noizz.de