Zehntausende freuten sich auf Rammstein.

Doch dann heißt es aus den Lautsprechern: Die Konzerte werden abgebrochen - Terrorgefahr!

Und das wenige Tage nach dem Terror von Manchester. Die meisten Zuschauer reagieren beim Klassiker „Rock am Ring“ gelassen. Als hätte man es erwartet.

Bis zu 90 000 Musikfans wurden zum diesjährigen „Rock am Ring“ in der Eifel erwartet. Als Höhepunkt am Freitag hatte der Auftritt der Rockband Rammstein gegolten, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte.

Es gebe „konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen“ sei, teilte die Polizei Koblenz mit.

In einem Statement der Veranstalter des wohl bekanntesten Rockfestivals Deutschlands hieß es, sie seien wegen einer „terroristischen Gefährdungslage“ angewiesen worden, die Besucher zum Verlassen des Geländes aufzufordern.

„Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck. Genaue Hintergründe können wir derzeit noch nicht nennen“, hieß es von der Polizei weiter.

Am Nürburgring schallte es durch die Lautsprecher: „Wegen einer terroristischen Bedrohungslage wird das Festival für heute abgebrochen. Wir hoffen, dass es morgen weitergeht.“

Der genaue Hintergrund für den Terroralarm war anfangs unklar. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung verhörte die Polizei am späten Abend zwei Mitarbeiter eines Subunternehmens.

Es habe die Befürchtung bestanden, dass die beiden Männer, die aus der salafistischen Szene stammen sollen, etwas auf dem Gelände hinterlegt haben.

Schon vor der Unterbrechung hatten Sicherheitsbedenken das Festival begleitet. Die Polizeipräsenz am Nürburgring war - auch vor dem Hintergrund der Momentanen Terrorgefahr - auf mehr als 1200 Beamte aufgestockt worden.

Polizisten dursuchen das Gelände

Die Räumung des Geländes verlief problemlos und friedlich. Die Musikfans konnten die Nacht in ihren Zelten und anderen Quartieren nahe dem Festivalgelände an der Rennstrecke verbringen.

Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg dankte den Besuchern für „unglaublich diszipliniertes Verhalten und die vorbildliche Kooperation“.

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Die Veranstalter des Festivals am Nürburgring in der Eifel schrieben auf Facebook: „Das ist die Nachricht, auf die alle Rock am Ring Fans warten. Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet.“

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Die Polizei habe „grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Aufbauarbeiten auf den Bühnen“ gegeben. Um 13:30 Uhr, hieß es auf der offiziellen Facebookseite, öffnen sich wieder die Türen.

Das Programm wird wie geplant durchgezogen. Ein beispielhafter Umgang mit der Terrorgefahr geht nun in einen, hoffentlich friedlichen und geilen Festival-Tag weiter.

  • Quelle:
  • Noizz.de