#NoNutNovember

Nein, es ist noch nicht der erste April. Ja, der "NoFap"-Gründer ("NoFap" ist eine Anlaufstelle und Community für Männer, die ihren Pornografie-Konsum und ihre Masturbation freiwillig einschränken oder komplett vermeiden wollen) hat eine Wissenschaftlerin verklagt, die über Pornografie und Sexualität forscht – weil die "zahlreiche falsche und diffamierende Aussagen" über ihn und seine Arbeit gemacht haben soll.

Alexander Rhodes, der Gründer des Internetforums "NoFap", verklagt die Neurowissenschaftlerin Nicole Prause, weil die in ihren Studien keine wissenschaftliche Grundlage für "Pornosucht" gefunden hat und sich dazu öffentlich äußerte. Seitdem wird sie laut eigener Aussage regelmäßig von "NoFap"-Anhängern bedroht. Angeblich so extrem, dass selbst das FBI schon eingreifen musste.

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Rhodes lässt derweil über seinen Anwalt verlauten, er werde "böswillige persönliche Angriffe von Personen, die versuchen, ihn durch falsche Aussagen, zu diskreditieren, zu verunglimpfen oder anderweitig zu verletzen, um seinen Charakter zu schaden und seinen Ruf zu ermorden", nicht tolerieren. In einer Crowdfunding-Kampagne hat der "NoFap"-Gründer bereits über 30.000 Dollar für den Rechtsstreit gesammelt.

Frauen in Pornos keine "echte Frauen"

Wie "Motherboard" berichtet, gibt es Teile der "NoFap"-Online-Community, die eindeutig frauenfeindlich sind und in der Vergangenheit bereits Menschen belästigt haben. Eine 2018 im "Sexualities"-Journal veröffentlichte Studie ergab außerdem, dass Mitglieder dieser Community Frauen in Pornos nicht als "echte Frauen" ansehen und dass "echter Sex" von den "NoFap"-Anhängern durch eine überwiegend männliche, heterosexuelle Weltanschauung geprägt gesehen wird.

Klingt, als ob dieser Rechtsstreit sich noch zu einer ordentlichen Schlammschlacht entwickeln könnte.

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Quelle: Noizz.de