Die britische Comedy-Serie galt lange als Kult – nun wird sie aus der BBC-Mediathek genommen. Der Vorwurf: Rassismus.

"Little Britain" war schon immer für Freunde des tiefschwarzen Humors: David Walliams und Matt Lucas machten in ihren Sketchen vor nichts und niemandem Halt. Armut, Homo- und Transsexualität, Menschen mit Behinderung und Schwarze: Es gab eigentlich keine Minderheit, die von den Komikern nicht thematisiert wurde.

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Nach #BlackLivesMatter: Sendung zu rassistisch

Im Rahmen der #BlackLivesMatter-Bewegung, wurde nun aber ein neuer Blick auf die Sendung von 2003 geworfen. Problematisch ist hierbei jedoch nicht unbedingt die Behandlung des Themas "Rassismus", sondern die Tatsache, dass mehrfach Blackfacing angewendet wurde. Der Sender BBC bestätigte seine Entscheidung gegenüber der "Daily Sun", Begründung ist, dass sich die Zeiten nun mal geändert haben.

Blackfacing geht auf eine Tradition der USA im 19. Jahrhundert zurück. Damals schminkten sich Weiße für Theaterstücke oder Musikbeiträge und stellten so Schwarze dar. Diese wurden oft als naive Sklaven oder dümmliche Stereotype dargestellt und waren prägender Teil des rassistischen Weltbildes.

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Als Transsexuelle unterwegs: Matt Lucas und David Walliams.

Die Macher von "Little Britain", Walliams und Lucas, gaben immer wieder zu, dass sie ihre Sendung so wie damals heute nicht mehr machen würden. Vor allem Lucas sagte in einem Interview mit dem Magazin "Big Issue" 2017, dass er die Darstellung Schwarzer und Transsexueller für falsch hält. Seiner Meinung nach, war "Little Britain" eine "herzlose Art" von Comedy.

Quelle: Noizz.de