"Splash Mountain" ist seit über 50 Jahren Teil der Disney-Parks und soll nun in "The Princess and the Frog" beziehungsweise "Küss den Frosch" umbenannt werden. Eine Weltpremiere: Damit findet zum ersten Mal eine Schwarze Prinzessin ihren Weg in die Freizeitparks.

2020 hat so langsam seine Halbzeit erreicht und wenn man sich rückblickend fragt, welche Themen unseren Einstieg in die 20er gezeichnet haben, dann führt kein Weg an Corona und den "Black Lives Matter"-Protesten vorbei, die durch den grausamen Polizeimord an George Floyd neu entflammt wurden. Was für eine Tragweite die internationalen Proteste gegen Rassismus und für die Black Community haben, sieht man jetzt zum Beispiel daran, dass Disney eines seiner ältesten Fahrgeschäfte einer Image-Politur unterzieht.

Symbolbild: Baustelle Disneyland

>> Mord an George Floyd: Beteiligter Polizist in Supermarkt konfrontiert: So reagiert er

Disneys Grundsanierung

"Splash Mountain" ist eine fast zehn-minütige Bootsfahrt durch eine magische Welt voller Disney-Charaktere und -Musik, die Sorte Fahrgeschäft, bei der sich Erwachsene nervös wundern, wie alt sie eigentlich geworden sind und durch die leuchtenden Augen ihrer Kinder für zwei Kippenlängen selbst noch einmal voll verzaubert werden. Seit 1946 schippern diese Schiffchen durch den spritzenden Berg, und über 70 Jahre scheinen nun der – vielleicht ein wenig überfällige – perfekte Zeitpunkt für eine Grundsanierung.

Freizeitparks und Inklusion

Wie "Disney" selbst verkündet hat, wird "Splash Mountain" von nun an "Küss den Frosch" (englisch: "The Princess and the Frog") heißen und mit Prinzessin Tiana zum ersten Mal einen Schwarzen Disney-Charakter in einem Disneyland - und world featuren. Die Geschichte des Films von 2009 ist stark an das Märchen "Froschkönig" der Gebrüder Grimm angelehnt und spielt in den 1920ern in den USA.

>> Schauspieler Tyron Ricketts über Rassismus in der deutschen Filmbranche

Frösche küssen, man kennt's

"Küss den Frosch" wird übrigens inklusiv und barrierefrei gestaltet, wie Disney in ihrem Statement selbst betont. Es sei nun ein Konzept, "an dem all unsere Gäste teilhaben können. Es drückt die Diversität der Millionen von Menschen aus, die unsere Parks jährlich besuchen."

Charita Carter, Senior Creative Producer der Parks, steht ganz hinter der Überholung: "Wie Prinzessin Tiana glaube ich auch, dass Mut und Liebe die beiden Hauptzutaten für spannende Abenteuer sind. Ich bin überglücklich, diese Spaß bringende Erfahrung für unsere Gäste in die Tat umzusetzen."

Quelle: Noizz.de