Der Kult um die Episode geht immer weiter!

Wir geben zu: Der Wahnsinn um den Wahnsinn überrascht uns. „Rick and Morty“ ist ungefragt eine dieser Serien, die irgendwie lustig ist – aber auf die sich zunächst nicht alle einigen können. Man hat permanent das Gefühl, dass man für die Pointen nicht bekifft oder abgedreht genug ist.

Verständlicherweise wird die Serie gerne als „Nicht endender Furz-Witz gepaart mit durchdachten Einsichten in den Nihilismus“ beschrieben (etwa in diesem Artikel).

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[Auch interessant: „Rick & Morty“-Produzenten droppen „Pickle Rick“-Outtakes]

Spätestens seit der dritten Staffel ist „Rick and Morty“ allerdings in der popkulturellen Mitte angekommen. Vor allem Rick als eingelegte Gurke hat es so ziemlich jedem angetan. Nicht nur Fans, auch Strickpullover-Produzenten, Tassendesignern und kürzlich erst dem US-Rapper T-Pain. Der beließ es mit seinem Lieblingsmotiv „Pickle Rick“ nämlich nicht nur bei schnöden Kleidungsstücken, sondern ließ sich direkt seine Karre im Stil des Essig-Gemüses produzieren.

Das Ergebnis ist äh, interessant – und könnte aus dem falschen Winkel betrachtet auch eine Hommage an einen durchgeknallten Kermit den Frosch erinnern. Aber seht selbst:

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Müssen wir uns eigentlich Sorgen machen? Wir fragen uns: Warum gehen alle so ab auf Pickle Rick? Was hat das zu bedeuten? Schließlich lässt sich Wissenschafler Rick in eine Gurke verwandeln, um dem gefürchteten Besuch bei der Familienpsychologin zu entgehen.

In anderen Worten: Rick betreibt hier eine extreme Form des Eskapismus. Eine Existenz als gewöhnlichstes Gemüse der Welt ist ihm lieber, als mit Tochter und Enkeln darüber zu sprechen, was hier eigentlich falsch läuft.

Die Tatsache, dass ausgerechnet die Gurken-Variante des Protagonisten überall zum Kult erhoben wird, lässt uns nachdenken: Wollen wir alle lieber Gurken sein, als uns mit der Realität auseinanderzusetzen?! Und vor allem: Wohin will T-Pain entschwinden und vor welchen Problemen möchte er in seiner giftgrünen Karosserie davongurken? Wir möchten T-Pain seinen Schmerz nehmen und sagen: Es wird alles gut.

Aber dann holt uns der schonungslose Realismus wieder ein und die Tatsache, dass doch alles nichtig ist. Oder mit Mortys Worten: "Nobody exists on purpose. Nobody belongs anywhere. We're all going to die. Come watch TV."

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  • Quelle:
  • Noizz.de