Jetzt wo überall Shut-Down ist, kannst du dir endlich Zeit nehmen und alle Popkultur-Wissenslücken schließen, die bisher noch offen waren. In Zeiten nach dem Corona-Virus kann dich keiner mehr fragen "Wie, die Filme hast du noch nie gesehen?", denn du kennst sie dann alle! Oder zumindest ein paar mehr.

Abends rausgehen ist ja nicht mehr, mit vielen Leuten treffen auch nicht. Eigentlich kann man kaum etwas anderes machen, als zu Hause auf dem Sofa abhängen und sich irgendwie gut unterhalten lassen. Klar ist die erste Ambition jetzt erstmal Netflix fertigschauen, bis nichts mehr übrig ist. Allerdings kann man an diese ganze Quarantäne-Sache auch mit ein bisschen mehr Anspruch gehen – mit einem Selbst-Lehrauftrag etwa.

Endlich habt ihr Zeit und kaum Störfaktoren. Endlich könnt ihr euch alle Filmklassiker der jüngsten Zeit reinziehen, die man ja unbedingt mal gesehen haben muss – wie Popkultur-Nerdfreunde im eigenen Freundeskreis zumindest immer alle behaupten.

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Beim Thema "Klassiker" oder "wichtige Filme" scheiden sich ja oft die Geister. Wir konzentrieren uns auf die Filmreihen, die in den letzten 30 Jahren unser Kino bestimmt haben – und schon jetzt als Meilensteine gelten. Schöner Nebeneffekt: Mit unserer kleinen Auswahl könnt ihr auch noch massenweise Zeit totschlagen, und euer Popkulturwissen aufstocken.

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"Herr Der Ringe" Trilogie – extended Version

Aus den Jahren: 2001-2003

Länge: 208 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"-Rechtfertigung: Schon die Bücher von J.R.R. Tolkien sind echte Klassiker, die nicht nur jeden Fantasy-Fan begeistern. Die vom Autor im Buch und von Regisseur Peter Jackson auf Leinwand entworfenen Welten sind atemberaubend, detailverliebt und einnehmend. Die Geschichte vom unscheinbaren, kleinen Frodo Beutlin, der rausgeht, um die Welt zu retten, berührt eigentlich jeden – auch weil man sich vielleicht manchmal selbst darin wiederfindet.

Mit dem Kampf von Gut gegen Böse, dem dunklen Herrscher, der alle unterjochen will und guten Mächten, die sich hier in Solidarität üben, um zusammen für den Erhalt einer freien Welt einzustehen sind die Bücher und die Filme eine sehr moderne Version biblischer Erzählungen. Zumindest erinnert hier sehr vieles daran. Bei dunklen Mächten und hässlichen Ork-Fratzen muss man aber auch immer wieder an die AfD und ihre braunen Freunde denken. Passiert hier ganz automatisch.

Außerdem sehenswert: Orlando Bloom mit langen, blonden Haaren und natürlich Elijah Wood, der hier uneingeholt die Rolle seines Lebens spielt.

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"Harry Potter" – extended Version

Aus den Jahren: 2001 – 2011

Länge: 1.199 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Kaum jemand hat jung und alt so sehr gefesselt und vereint wie Joanne K. Rowling mit ihren Büchern über den Zauberlehrling Harry Potter. Rowlings Geschichten sind so meisterhaft, in sich schlüssig und packend erzählt – und dabei auch noch eingängig lesbar.

Auch hier geht es wieder um Gut gegen Böse – wie eigentlich immer. Aber neben diesen großen Kämpfen können wir hier nicht nur Harry Potter (Daniel Radcliffe), Hermine Granger (Emma Watson) und Ron Weasley (Rupert Grint) dabei zusehen, wie sie erwachsen werden, Persönlichkeiten sich herausbilden und Freundschaften auf Proben gestellt werden. Wir können außerdem eine schön ausgeschmückte Rassismus-Parabel anschauen in der Lord Voldemord im Prinzip den Hitler der Zauberwelt darstellt und reinblütige Zauberer herrschen lassen will. Erschreckend, wie aktuell diese Filme auch heute noch sind.

Außerdem sehenswert: Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint als süße Kiddies, die sich langsam zu Weltstars mausern.

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"Star Wars" Skywalker Saga – extended Version

Aus den Jahren: 1977 – 2019

Länge: 1.229 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Bevor man sich hier ins Geschehen wirft, kann man sich erstmal damit auseinandersetzten, welche Reihenfolge denn hier jetzt die Richtige ist. Die Frage ist: Fängt man chronologisch nach Produktionsjahren an zu schauen oder chronologisch nach der Erzählreihenfolge? Wenn man das mal rausgefunden hat, blühen einem hauptsächlich neun Filme lang Vaterkonflikt und Familienzwistigkeiten. Also alles ganz gut abgekupfert von der griechischen Mythologie – nur halt schick futuristisch und vor Weltraum-Kulisse.

Star Wars hat aber einfach Kultcharakter, viele Bezüge, Figuren und Zitate sind längst in den Alltag gerutscht. Auch schön zu betrachten: Die Entwicklung der technischen Möglichkeiten von den späten Siebzigern bis heute.

Außerdem sehenswert: endlich erfahren, wer jetzt wessen Vater ist.

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"Terminator" – extended Version

Aus den Jahren: 1984 – 2015

Länge: 593 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Zeitreisen, Roboter und Arnold Schwarzenegger, der als T-800 vormacht, weshalb heute alle irgendwie auch Angst vor künstlicher Intelligenz haben. Eigentlich ist die Frage: Was kann man an den sechs Filmen des Franchises nicht lieben? Naja außer der Tatsache, dass eigentlich immer wieder dasselbe erzählt wird, nur immer wieder in neues Gewand gehüllt. Aber davor ist ja niemand gewappnet – oder haben die neusten Star Wars Filme wirklich etwas atemberaubend Neues geboten?! Wohl kaum!

Dennoch ist James Cameron hier bahnbrechendes gelungen, als er 1984 mit dem ersten Teil neuste Technik vorführte. Science Fiction wie wir es heute kennen hat damals ihre ersten Schritte gemacht. Außerdem ist die Lebensgeschichte um den anfangs kleinen, später aber ganz schön bedeutenden John Connor immer wieder packend.

Außerdem sehenswert: Arnie, der als Terminator plötzlich auch spanisch spricht und legendäre Sachen sagt wie "Hasta la vista, Baby."

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"Zurück in die Zukunft" – extended Version

Aus den Jahren: 1985 – 1990

Länge: 342 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Marty Mc Fly und Doc sind legendär. Auch hier gibts wieder Zeitreisen und die sind in sich genauso unschlüssig, wie die Reisen vom Terminator – nur dass es hier ganz schön lustig zugeht. Außerdem haben die Filme den Highschool-Bonus, in denen es um Außenseiter, cool Kids und die erste Liebe geht. Und darum, dass man das Unmögliche möglich macht. Achtung: Der dritte Teil ist dann tatsächlich fast totaler Nonsens, dafür sind die ersten beiden Filme absolut sehenswert.

Michael J. Fox war zur Zeit der Entstehung zwar sowieso kein Unbekannter mehr, aber mit seiner Rolle als Marty gelang ihm weltweit der Durchbruch. Er trägt so ziemlich die gesamte Filmreihe und hat zusammen mit Regisseur Robert Zemeckis Popkultur-Bezüge geschaffen, die bis heute bestehen.

Außerdem sehenswert: Wie wenig von der im Film vorausgesagten Zukunft heute tatsächlich Wirklichkeit geworden ist. Wir warten jedenfalls immer noch auf unser Hoverboard.

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"Matrix"

Aus den Jahren: 1999 – 2003

Länge: 401 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Die Wachsowski-Geschwister haben mit ihrer Trilogie "Die Matrix" Filmgeschichte geschrieben: Neuste Filmtechniken, futuristische Kulissen und eine ganz neue Dimension philosophischen Tiefgangs im Mainstreamkino. Am Ende geht es hauptsächlich um eine gewissen Jesusgeschichte, nur heißt Jesus hier Neo und ist einer ziemlich großflächigen Verschwörungstheorie auf der Spur: Was wenn die Welt, wie wir sie kennen, nicht die Wirklichkeit ist, sondern eine Wirklichkeit, die uns vorgegaukelt wird, um von der Realität abzulenken und uns als Sklaven zu halten?

Schon Platon und Descartes arbeiteten sich an dieser Idee ab. Beide Philosophen hatten am Ende ihrer Überlegungen Grundsätze des Denkens für uns parat. Die Wachowskis haben nur einen ziemlich verwirrenden und unbefriedigenden dritten Teil, den keiner so wirklich versteht. Ein vierter Teil soll in Planung sein.

Außerdem sehenswert: Die 90er Mode fand in "Die Matrix" ihren absoluten Höhepunkt. Ist ja auch wieder total vogue: Würde man Neo und Trinity in ihren schwarzen Lackmänteln jetzt ins Berghain schicken – sie hätten keine Probleme reinzukommen (also vorausgesetzt, es ist nicht wegen Corona geschlossen).

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"Indiana Jones"

Aus den Jahren: 1981 – 2008

Länge: 470 Minuten

"Dude, das musst du gesehen haben"–Rechtfertigung: Indiana Jones, auch "Indy" genannt, ist DER Abenteurer. Wenn es Kiddies mit dem Berufswunsch "Archäologe" gibt, dann nur, weil sie davor die ersten drei Teile von "Indiana Jones" geschaut haben – und den vierten ignorieren konnten, war nämlich ein ziemliches Disaster.

Harrison Ford spielt hier den schnittigen Abenteurer Indiana Jones, der mit seinen Merkmalen Hut, Peitsche und Schlangenphobie jede Herausforderung annimmt. Er ist schlau und gleichzeitig fit: Er kann Rätsel lösen und rasante Verfolgungsjagden meistern. Seine Reisen führen ihn an antike Orte und sein Anspruch ist es, die Welt vor den Nazis zu retten – jedes einzelne Mal. So richtig abwechslungsreich sind die Drehbücher tatsächlich nicht. Wenn auch dennoch unterhaltsam.

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Außerdem sehenswert: Überholte Gender-Klischees, die heute hoffentlich nicht mehr so durch gehen würden: Indy hat immer eine schicke Braut an seiner Seite, die aber eigentlich austauschbar ist. Er selbst ist der rettende Held, der eigentlich nur im Alleingang – wie ein echter Mann – am weitesten kommt.

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  • Quelle:
  • Noizz.de