Halloween naht und damit auch die Zeit der Horror- und Gruselfilme. Mit "His House" kommt am 30. Oktober eine Haunted-House-Story zu Netflix, die nicht nur von Kritiker*innen gefeiert wird, sondern auch auf einen sehr realen, tagtäglichen Horror anspielt.

Ein junges Paar, das nach einer schrecklichen Flucht aus dem vom Krieg erschütterten Südsudan in einer englischen Kleinstadt ankommt, nur um feststellen zu müssen, dass sie auch dort kein Frieden erwartet – "His House" sorgt nicht nur mit schaurigen Bildern und Effekten für Gänsehaut. Die Geschichte eines Flüchtlingspaars, das in einem völlig maroden Sozialbau ankommt, unter dessen Oberfläche ein unsagbares Übel lauert, geht besonders wegen der Anspielungen auf die entsetzliche Realität vieler Flüchtlinge unter die Haut.

"His House" - ab 30. Oktober auf Netflix.

In den Hauptrollen sind die britischen Schauspieler*innen Sopé Dìrísù und Wunmi Mosaku zu sehen. Matt Smith verkörpert einen zwielichtigen Sozialarbeiter.

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Anspielung auf die reale Situation Asylsuchender

Der Autor und Regisseur Remi Weekes, der mit "His House" sein Filmdebüt feiert, gab gegenüber "Collider" einen weiteren schaurigen Einblick: "Im Gegensatz zu den traditionellen Geisterhaus-Geschichten, in denen der*die Protagonist*in entkommen könnte, haben unsere Protagonist*innen nicht das Privileg, einfach wegzugehen. Vielmehr sitzen sie in ihrem Haus fest und müssen dort überleben." Im Vereinigten Königreich, wo Asylsuchende bei der Unterbringung drakonische Regeln befolgen müssten, sei das häufig der Fall, so der Regisseur.

In dem Interview mit "Collider" merkte Weekes außerdem an, dass die Erzählungen von Immigrant*innen oft "abgeflacht" seien. Ethnische Minderheiten müssten oft als die "guten Einwanderer*innen" auftreten, um zu überleben. Mit seinem Film wolle er "weg von diesen sozialen Kommentaren und in einen Raum gehen, der psychologischer, emotionaler und persönlicher" sei.

Bei der Weltpremiere beim Sundance Film Festival im Januar erntete "His House" glänzende Kritiken – ab 30. Oktober könnt ihr euch auf Netflix selbst ein Bild machen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de