Alfonso Guarón porträtiert in „Roma“ die 70er Jahre in Mexiko-Stadt.

Letztes Jahr war der Aufschrei in Cannes bei den Filmfestspielen groß als Netflix als Streaming-Service den Film „Okja“ mit Tilda Swinton präsentierte. Dass dort, wo sonst nur ernstzunehmendes Arthouse-Kino präsentiert wird, auf einmal ein Film lief, der in kaum Kinos laufen wird und dann auch noch tatsächlich ein ernstzunehmender Beitrag für die hochkarätige Konkurrenz ist … Das war vielen Kritikern zu viel.

Es folgten seitdem immer wieder spannende Filmemacher diesem Beispiel und verzichteten auf einen regulären Kinostart, der den meisten etwas schwierigeren Filmen eh letztlich keinen breiten Erfolg beschert.

Soviel zur Vorgeschichte - das aktuelle Beispiel folgt sogleich, denn gerade ist der erste Trailer zu „Roma“, dem neuen, sehr spannenden Projekt von Alfonso Guarón (Oscar-prämierter Regisseur von „Gravity“, „Children of Men“ und „Y Tu Mama Tambien“) erschienen, und Netflix kündigt den Start des Films für Dezember an.

Das Drama widmet sich seiner Hauptfigur Cleo (Yalitza Aparicia), die als Hausangestellte für eine Familie in einem mittelständischen Stadtteil namens Roma in Mexiko-Stadt arbeitet.

Basierend auf seiner eigenen Kindheit, schafft Cuarón ein lebendiges und emotionales Portrait familiärer Streitereien und gesellschaftlicher Hierarchien inmitten der politischen Aufstände der 1970er Jahre. Damit kreiert er einen kunstvollen Liebesbrief an die Frauen, die ihn aufgezogen haben. Und wer Cuaróns bisherige Werke kennt, weiß, dass man sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Im Dezember auf Netflix und in ausgewählten Kinos!

Dominik

Quelle: Noizz.de