Wie Moka Efti, das Polizeipräsidium und Co. heute aussehen.

Sex, Crime, History und noch viel mehr – das ist „Babylon Berlin“, die teuerste deutsche Serie aller Zeiten. Seit dem 13. Oktober läuft sie jeden Freitag Abend als Doppelfolge auf Sky und entführt den Zuschauer in das Berlin von 1929.

Viele Handlungsorte der Serie sind heute nicht wiederzuerkennen. NOIZZ zeigt, was aus ihnen wurde:

Haus Vaterland

Hier stand früher das Haus Vaterland Foto: OpenStreetCam

Der Vergnügungspalast befand sich dort, wo heute der U2-Aufgang am Potsdamer Platz liegt, an der Ecke zur Stresemannstraße. Hier erlebten Berliner und Besucher Themenrestaurants und stündliche Wettersimulationen.

Polizeipräsidium Rote Burg

Heute steht hier das Alexa-Kaufhaus Foto: VollwertBIT / wikimedia Commons

[Foto: VollwertBIT unter CC BY-SA 3.0]

Der Arbeitsplatz von Kommissar Gereon Rath wurde beim Dreh in das Rote Rathaus verlegt. Tatsächlich befand es sich auf dem Areal des heutigen „Alexa“-Kaufhauses. Unter den Nazis hatte hier die Gestapo ihren Sitz, im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt.

Moka Efti

Das Kaffeehaus war einer der bekanntesten Tanzpaläste Berlins und befand sich an der Ecke Friedrichstr./Leipziger Straße in Mitte. Es ist das Berghain von „Babylon Berlin“. Damals gab es jedoch keine Dark Rooms, sondern Nacktrevuen, gehalten im Stil von 1001 Nacht.

Nach dem Krieg lagen hier nur noch Trümmer. Heute steht in der Friedrichstraße 60 das Bürogebäude Atrium, inklusive Supermarkt, Bank und Apotheke. Für den Dreh der Moka Efti-Szenen wurde allerdings das einstige Stummfilmkino Delphi in Berlin-Weißensee genutzt.

Hermannplatz

Hermannplatz Neukölln Foto: Lienhard Schulz / wikimedia Commons

[Foto: Lienhard Schulz unter CC BY-SA 3.0]

Karstadt am Hermannplatz war damals das modernste Kaufhaus Europas und verfügte über eine Badeanstalt, Massageräume, Frisiersalons, eine Sporthalle, einen Kinderspielplatz und Gaststätten.

Die Hauptattraktion war allerdings der 4000 Quadratmeter große Dachgarten mit Musikkapelle. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, danach wieder aufgebaut.

Alexanderplatz

Der Alexanderplatz in "Babylon Berlin" Foto: RISE

Einer der größten Außendrehs der Serie fand am Alexanderplatz statt. Am Samstag, dem 18. Juni 2016, wurde der Platz den ganzen Tag für die Öffentlichkeit gesperrt und mit Komparsen im Stil der 20er Jahre gefüllt. Die BVG stellte dem Filmteam eine historische Straßenbahn zur Verfügung.

Quelle: Noizz.de