Die Zivilklage wurde schon fallen gelassen.

Kevin Spacey muss sich gerade vor Gericht verantworten. Der Hollywood-Schauspieler soll im Sommer 2016 einen damals 18-Jährigen in einer Bar auf Nantucket betrunken gemacht und sexuell belästigt haben. Den Missbrauch belegte das mutmaßliche Opfer mit SMS und einem angeblichen Video von dem Vorfall. Doch jetzt ist das Handy des Klägers – und damit der wichtigste Beweis – verschwunden. Das Strafverfahren um Spacey könnte deswegen sogar eingestellt werden.

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Kevin Spacey auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: dpa/ Pool, The Inquirer and Mirror Nicole Harnishfeger

Das Verfahren gegen den ehemaligen "House of Cards"-Star wegen sexueller Nötigung läuft zwar noch, doch das Verschwindens des Handys reißt den Anschuldigungen des Anklägers den Boden unter den Füßen weg. Zu dem aktuellen Zeitpunkt scheint es vollkommen unklar zu sein, wo sich das Beweismittel befindet oder ob es vorsätzlich entsorgt wurde. Die Polizei selbst gibt an, das Telefon nach der Sicherung der Daten wieder an den Kläger zurückgegeben zu haben. Eine Eingangsbestätigung hatten die Behörden allerdings nicht veranlasst.

Spaceys Anwalt Alan Jackson hatte bereits vor einiger Zeit Zweifel an den Beweisen des angeblichen Opfers geäußert. Seinen Angaben zu Folge habe der Mann Nachrichten gelöscht, um die Beweislage zu Gunsten seiner Geschichte zu beeinflussen. Die Mutter des Opfers hatte laut "Spiegel" eingeräumt, Fotos von dem Mobiltelefon gelöscht zu haben, die allerdings nichts mit dem Verfahren zu tun gehabt haben sollen.

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Seine Zivilklage in dem Fall hatte der junge Mann vor Kurzem bereits ohne Begründung zurückgezogen. Er hatte wegen psychischer Verletzungen auf Schadensersatz geklagt, um damit unter anderem Therapie zu bezahlen, wie der "Spiegel" berichtet.

Quelle: Noizz.de