R.I.P. Rip Torn.

Hollywood-Schauspieler Rip Torn ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Darsteller sei am Dienstag friedlich im Beisein seiner Familie in Lakeville im US-Bundesstaat Connecticut verstorben, erklärte Torns Agent Rick Miramontez. 

Torn hatte nach einem Landwirtschaftsstudium seine Schauspiellaufbahn mit kleinen Fernsehrollen begonnen. Sein erster Kinofilm war "Babydoll – Begehre nicht des anderen Weib" (1956). Er spielte auch immer wieder in Theaterproduktionen mit. Kritiker lobten seine Darstellungen in Dramen von Tenessee Williams. Er spielte historische Persönlichkeiten wie Richard Nixon, Lyndon B. Johnson und Walt Whitman.

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Im Animationsfilm "Hercules" sprach er den Göttervater Zeus. Auch in "Bee Movie" sprach er mit. Der Schauspieler mit dem bürgerlichen Namen Elmore Rual Torn bekam den Spitznamen "Rip" von seinem Vater. Der impulsive Künstler "wurde schnell sauer", wie er laut "New York Times" einst selber zugab. 

In seiner über fast sieben Dekaden andauernden Karriere spielte er in zahlreichen Kinofilmen mit. Darunter "König der Könige" (1961), "Cincinnati Kid" (1965), "Der Mann, der vom Himmel fiel" (1976), "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff" (1982), "RoboCop 3" (1993), "Voll auf die Nüsse" (2004), sowie "Deine, Meine & Unsere" (2005). Für seine Darstellung eines TV-Produzenten in der HBO-Serie "The Larry Sanders Show" gewann Torn einen Emmy. Er hatte zudem Gastauftritte in Serien wie "Columbo", "Will & Grace" und "30 Rock".

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Für seine Darstellung im Drama "Cross Creek" wurde er 1983 für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Seine letzte Rolle war auch eine seine bekanntesten, nicht zuletzt, weil er sie dreimal spielte: die Rolle des "Agent Z" in den mittlerweile drei Teilen von "Men in Black" (1997, 2002 und 2012).

2010 wurde Torn beim Versuch, in eine Bank einzubrechen, verhaftet und zu zweieinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Im Laufe seines Lebens hatte der Schauspieler immer wieder mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen.

Torn war außerdem als Aktivist in der Bürgerrechtsbewegung und setzte sich für die Rechte der Schwarzen in den USA ein zusammen mit Weggefährten wie James Baldwin und Harry Belafonte .

Der Schauspieler und Regisseur Dennis Hopper erzählte 1994 in der TV-Sendung "The Tonight Show With Jay Leno", Torn hätte ihn in einem New Yorker Restaurant mit einem Messer bedroht während er sich beklagte, dass Hopper ihn aus seinem Filmprojekt "Easy Rider" rausgeschmissen hatte. Torn war damals in dem Film, der ein riesiger Erfolg wurde durch Jack Nicholson ersetzt worden. Rip Torn verklagte Hopper Hopper nach dieser Darstellung wegen Verleumdung, gewann und bekam 475.000 Dollar Schadenersatz zugesprochen.

"Men in Black"-Kollege Will Smith veröffentlichte nach Bekanntwerden von Torns Tod ein Bild von den beiden auf Instagram mit dem Kommentar "R.I.P. Rip" (Ruhe in Frieden Rip). Schauspieler und Regisseur Albert Brooks bekundete via Twitter seine Trauer: "Ich werde Dich vermissen Rip, Du warst ein echtes Original."

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de