Bei "StarCraft II".

Die Künstliche Intelligenz AlphaStar hat im Computerspiel "StarCraft II" die besten menschlichen Spieler geschlagen. Das System der zu Google gehörenden Entwicklerschmiede DeepMind schnitt dabei besser ab als 99,8 Prozent der aktiven menschlichen Gamer, wie aus einer Studie hervorgeht, die am Mittwoch im Journal "Nature" erschien. Bisher seien laut der Autoren Computerprogramme dazu nicht annähernd fähig gewesen.

"StarCraft II", eine Trilogie des US-amerikanischen Spielentwicklers Blizzard Entertainment, ist ein Echtzeit-Strategiespiel. Dabei stehen sich zwei Kontrahenten auf einer begrenzten Karte gegenüber und versuchen, durch die Kontrolle von Einheiten und Gebäuden die gegnerische Basis zu zerstören.

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Bei der Erforschung der Künstlichen Intelligenz habe das Strategiespiel unter anderem wegen seiner Komplexität eine besondere Herausforderung dargestellt, hieß es. Zudem musste die Maschinenintelligenz dabei gegen andere Mitspieler antreten und zahlreiche unvollständige Informationen verarbeiten. Nach viel beachteten Erfolgen beim Brettspiel Go hatte sich ein KI-System von DeepMind zuletzt im Mai im Multiplayer-Spiel "Quake III Arena" gut geschlagen.

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Bereits im Januar hatte DeepMind eine Version von AlphaStar veröffentlicht, bei der allerdings "unmenschliche Vorteile" kritisiert wurden. Bei der aktuellen Version wurde deshalb darauf geachtet, dass das System nicht anders als menschliche Spieler Einblick auf die komplette Karte bekam und auch nicht mehr Aktionen pro Minute (APM) durchführen konnte.

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Seit Juli traten schließlich Versionen des Programms anonym in öffentlichen Wettkämpfen gegen menschliche Spieler an. Der Beweis, dass AlphaStar auch konstant die besten professionellen Spieler schlagen kann, sei damit aber noch nicht erbracht. Das Experiment habe aber gezeigt, dass die KI selbst gelernt habe, gut zu spielen, sagte Marcus Liwicki, Professor an der Lulea University of Technology in Schweden.

Noch nicht unschlagbar

Bei der vorausgeplanten Strategie habe sich die KI allerdings nur wenig an den Gegner angepasst, sagte Jan Peters, Professor an der TU Darmstadt. Ein Spitzenspieler habe im letzten Spiel bemerkt, dass er gegen eine Maschine spielt und sie dann ausgetrickst. "Die KI verlor auf dumme Weise und machte Fehler, die selbst Zwischenspieler nicht machen würden."

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[Text: zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de